Schleifpapier - so finden Sie das Richtige

Jede perfekte Holzoberfläche beginnt mit dem Schleifen, wobei es bei der Vorbehandlung des Holzes einiges zu beachten gibt. Auch auf das richtige Papier kommts an.

Schleifpapiere sind im Handel sowohl für händische als auch maschinelle Verarbeitung erhältlich. Der alte Handschleifklotz aus Holz, um den das Schleifpapier einfach nur herumgewickelt wurde, wird nun abgelöst von solchen aus Kork, Kunststoff und Schleifschwamm bzw. Trägerplatten, in denen das zugeschnittene Papier mittels Steck- oder Klemmvorrichtung eingespannt wird. Mittlerweile sind auch Handschleifklötze inklusive Klettauflage erhältlich, mithilfe derer Klettpapiere verwendet werden können.

Schleifmittel für stationäre oder Handmaschinen werden als Schleifbänder, Schleifblätter (rund oder rechteckig) und als Schleifscheiben bezeichnet. Bei den handgeführten elektrischen Maschinen können Sie zwischen Bandschleifer, Gerade- oder Linearschleifer, Winkelschleifer, Rotationsschleifer, Vibrations-/Schwingschleifer, Oszillationsschleifer und Exzenterschleifer wählen. Die Befestigung des Schleifmittelträgers an der Maschine erfolgt über Klemmung, Klebung, Klettung oder mittels einer Spannvorrichtung (Schraubung).

Verschiene Schleifpapiere

Das Schleifblatt, egal in welcher Form, besteht aus einem Trägermaterial, der Grundbindung, dem Schleifkorn und der Deckbindung. Trägermaterialien können je nach ihrem Verwendungszweck aus Papier, Leinen, Baumwolle, Polyester oder Fiber (mehrere pergamentierte Papierlagen) bestehen. Für den Hand- bzw. Handmaschineneinsatz wird vorwiegend Papier mit einem Gewicht von 90 bis 300 g/Quadratmeter verwendet. Eine grobe Körnung erfordert ein stärkeres Papier als die Feine. Für Klettpapiere wird eine Veloursauflage an die Unterseite geklebt, mit der das Schleifblatt unverrückbar auf dem Schleifteller der Maschine haftet. Das Korn selbst besteht aus Korund, Zirkonkorund oder Siliciumcarbid und wird bei der Herstellung entweder von oben nach unten gestreut oder antistatisch von unten nach oben in die Grundbindung hineingezogen. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass die breiteste Auflagefläche des Korns in der Grundbindung länger haften bleibt und so auch die Standzeit des Schleifblattes erhöht. Die Streuung kann offen (weniger Korn p/Quadratzentimeter) oder geschlossen (mehr Korn p/Quadratzentimeter) erfolgen. Die „offene“ Streuung verhindert zum einen das sogenannte „Zusetzen“ des Schleifblattes und zum anderen sorgt sie für eine bessere Kühlung des Materials und des Werkstücks.

Die Grundbindung besteht aus Naturleim oder Kunstharz, das fallweise auch als Deckbindung verwendet wird. Einige Hersteller legen über die Deckbindung noch eine antistatische Schicht, die staubabweisend wirkt und vorzeitiges Zusetzen oder Zuschmieren des Schleifmittels verhindern soll. Bei unbehandelten Papieren kann der Zusatz mittels einer harten Bürste weitgehend entfernt und somit die Standzeit des Papiers etwas erhöht werden.

 

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Datum: 11.03.2013

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