Weit verbreitete Zweifel an der Lebensdauer
Hinzu kommt außerdem, dass in den Köpfen vieler das (Vor-)urteil verankert ist, die Lebensdauer eines Fertigteilhauses sei im Vergleich zum Massivbauhaus doch deutlich beschränkt. So geben Gutachten die absolute Mindestnutzungsdauer von Ziegelmassivbauten mit 80 bis 100 Jahren an, jene von in Holzriegelbauweise errichteten Häusern mit 40 bis 60 Jahren.
Viele Hersteller verweisen jedoch darauf, dass die von ihnen angewandten Bauweisen den Standards des Massivbauhauses entsprechen, und der Hersteller Hartl-Haus etwa wirbt in diesem Zusammenhang mit dem ersten, 1910 errichteten, Fertigteilhaus das seinerzeit von Kaiser Franz Josef besichtigt wurde, und noch heute bewohnt wird.
Grundsätzlich sollten sich wohl die Bauherren selbst die Frage stellen, ob der zu erzielende Kaufpreis im Falle eines Weiterverkaufs eine Rolle in ihrer Planung spielen soll oder nicht. Käufer wiederum sind gut beraten, vor dem Erwerb eines Hauses ein Gutachten über Zustand und zu erwartende Lebensdauer des Objekts einzuholen - wohl unabhängig davon ob es sich um ein Fertighaus handelt oder nicht.
Denn auch bei Häusern in Massivbauweise stellt sich heutzutage die Frage, ob überhaupt noch - wie es früher vielleicht selbstverständlich war - für mehr als eine Generation gebaut wird.