Versicherung übernimmt psychologische Hilfe nach Einbruch

Eine durch die Versicherung gedeckte Psychotherapie, die jenen zur Verfügung gestellt wird, die Opfer eines Einbruches geworden sind? Keine Vision, sondern Realität in Österreich, die aber eher spärlich genutzt wird.

Laut (letzt verfügbarer) Statistik des Bundeskriminalamtes wurde im Jahre 2016 knapp 13.000 mal in österreichische Häuser oder Wohnungen eingebrochen bzw. versucht einzubrechen. Die erlittenen materiellen Schäden sind mit einer entsprechenden Versicherung meistens problemlos wieder gut zu machen. Viel verheerender sind die emotionalen Schäden, die ein Einbruch in den eigenen vier Wänden mit sich bringen kann. Ohne entsprechende Begleitung durch Fachleute leiden die Opfer oft jahrelang an den Spätfolgen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das eigene Heim von Verbrechern ausgewählt wird, erhöht sich über die Jahre, die Sie dort wohnen. Lebt jemand zwanzig Jahre im selben Haus, dann steigt das Risiko, zu Hause überfallen zu werden, auf den Faktor 1:10. Dies alles unter der Annahme, dass sich die Zahl der Einbrüche auf einem gleich bleibenden Niveau hält.

Erste Schritte gesetzt

Versicherungen wie die VAV Versicherungs-AG oder die Wiener Städtische, haben erkannt, dass zu einer Haushaltsversicherung auch der Posten einer psychologischen Betreuung gehört. Bei anderen Versicherungsunternehmen wird dieser Service in aufpreispflichtigen Zusatzpaketen angeboten. Fragen Sie am besten bei Ihrer Versicherung nach, inwieweit dieser Punkt in Ihrer Police abgedeckt ist. Je mehr Bedarf seitens der KundInnen kommuniziert wird, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass künftig emotionale Betreuung standardmäßig in die Versicherungspakete einfließen.


AutorIn:

Archivmeldung: 08.02.2018

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Einbruchschutz

Profi-Einbrecher erkennen zumeist auf einen Blick, ob ein Gebäude gut gesichert ist oder nicht. Gerade Kameras und gut sichtbare Alarmanlagen schrecken so schon vor jeder Aktion ab.

Ein modernes Eigenheim ohne Alarmanlage findet sich heute selten. Doch die Qualität der Anlagen variiert stark. Wir sagen Ihnen, was zur Planung eines effizienten Alarmsystems gehört und mit welchen Kosten Sie zu rechnen haben.

Langfinger meiden Widerstand und schweres Diebesgut. Gerade kleine Gegenstände wie Handys, Akkus, Schmuck und Bargeld sind daher gefährdet, zur Beute zu werden. Ideal ist die Aufbewahrung im Tresor. Hier unsere Tipps.

Etwa 14 Prozent der österreichischen Bevölkerung verzichten komplett auf eine Einbruchssicherung an ihren Häusern und Wohnungen. Dabei könnten sichere Fenster und Türen schon einen Großteil der Einbrüche verhindern.

Laut einer Befragung des Linzer IMAS-Instituts spielt unter den Sicherheitsmaßnahmen der ÖsterreicherInnen die Alarmanlage die wichtigste Rolle. Wer eine hat, schreckt potentielle Einbrecher ab. Aber: Nicht am falschen Ende sparen!

Das smarte Heim mit all seinen Aspekten wird ein immer wichtigeres Thema. Wir möchten es zuhause aber nicht nur komfortabel haben, sondern vor allem sicher.

Der Trend kommt - wie so vieles - aus den USA und hat sich inzwischen auch bei uns etabliert: Ein Aufpasser für Ihr Haus. Professionelle Agenturen stellen HaussitterInnen zur Verfügung, die sich dann um alleingelassene Domizile kümmern.

Die Eingangstür lässt sich via Bluetooth über das Handy öffnen – die Idee ist so einfach wie sinnvoll. Wie Bluetooth-Türschlösser, so genannte Smart Locks funktionieren, was es zur Nachrüstung zu sagen gibt, und wieviel sie kosten.