Cradle to Cradle: Nachhaltigkeit neu gedacht

Beim Thema Nachhaltigkeit geht es oft "nur" um eine Minimierung des Schadens den wir der Umwelt zufügen. Ökoeffektivität hingegen zielt auf eine Maximierung des Nutzens ab, den Objekte und Produkte für die Umwelt haben (könnten).

Nachhaltigkeit ist wohl eines der gängigsten Schlagworte im Immobiliengeschäft. Und das ist auch gut so, bedeutet Nachhaltigkeit doch einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen in jenem Ausmaß in welchem sie uns zur Verfügung stehen. Manchen geht dieser Ansatz aber nicht weit genug: Nachhaltigkeit beruhe auf dem Prinzip „bloß keine Spuren zu hinterlassen“ wird kritisiert, und genau dies sei eben schwierig bis unmöglich.

Ökoeffektivität

Der US-amerikanische Architekt William McDonough und der deutsche Wissenschaftler Michael Braungart prägten den Begriff des Cradle-to-cradle (Von der Wiege zur Wiege) Designs, den Sie dem gängigen Modell des „Von der Wiege bis zur Bahre“-Ansatzes gegenüber stellen. So gehe es bei Nachhaltigkeit, wie Sie üblicherweise verstanden wird, vor allem darum, die Kosten eines Produkts oder Objekts – sowie die Belastung der Umwelt durch dieses – möglichst gering zu halten. Sinnvoller wäre es jedoch, das Ziel zu verfolgen, dass Objekte einen effektiven Nutzen für Ihre Umgebung darstellen.

Das Cradle-to-cradle Modell hat vollständige Ökoeffektivität zum Ziel: Produkte und ihre Herstellung sollen keine Belastung für Mensch und Natur darstellen, sondern vielmehr von Nutzen sein. Anstatt unbeabsichtigte negative Konsequenzen zu reduzieren, sollen positive Konsequenzen angestrebt werden. So soll Produktion auf die Wiederverwertbarkeit der Erzeugnisse abzielen.

Kritiker des Modells befürworten zwar dessen theoretischen Ansatz, halten es aber für in der Praxis nur schwer umsetzbar.


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Datum: 19.10.2011

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