Tiefen- und Spezialgründung bei problematischem Untergrund

Wenn die gängigen Arten der Fundierung, wie z.B. Streifenfundamente, nicht ausreichen um Ihr Haus stabil und standsicher auf Ihrem Baugrund aufzustellen, können besondere Fundierungskonstruktionen, sogenannte Spezialgründungen, erforderlich werden.

Wenn die gängigen Arten der Fundierung wie z.B. Streifenfundamente nicht ausreichen um Ihr Haus stabil und standsicher auf Ihrem Baugrund aufzustellen, können besondere Fundierungskonstruktionen, sogenannte Spezialgründungen, erforderlich werden.

Ursachen und Gefahren

  • Schlechte Bodenqualität - Gefahr des Absinkens des Gebäudes od. Gebäudeteilen
  • hoher Grundwasserstand - Gefahr von Wasserschäden
  • Hanglage - Rutschgefahr!

Bei einem guten Baugrund werden die Fundamente im tragfähigen Boden errichtet, bei schlechten Böden besteht die Möglichkeit durch Bodenauswechslung, d.h. durch Einbringen von tragfähigem Boden, die Standsicherheit Ihres Hauses zu erzielen.

Wenn der tragfähige Boden aber so tief liegt, dass er mit einer Bodenauswechslung nicht mehr erreicht werden kann oder besteht z.B. bei einer Hanglage Rutschgefahr für das Gebäude sind Spezialgründungen oder Tiefengründungen erforderlich.

Bodenverhältnisse

Wichtig für die Spezialgründungen sind die aus Aufschlüssen, Bohrprofile oder Bodengutachten hervorgehenden Angaben über die Erdschichten (Bodenverhältnisse) der Baugrundes.

Arbeitsplanum

Für das Durchführen der Spezialgründungen muß ein Arbeitsplanum hergestellt werden.

Nachbehandlung

Freigelegte Flächen von Bohrpfahlwänden müssen von Erdreich gesäubert werden. Freigelegte Flächen von Schlitzwänden müssen zusätzlich von Resten der Stützflüssigkeit gesäubert werden.


AutorIn:

Datum: 29.03.2010

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  • Michael schrieb am 21.01.2016 23:32:46

    Mache einen Anbau am Haus, Befindet sich jedoch im Aufgeschüttetem Bereich des Kellers...Arbeitsraum. Muss ich bis auf den gewachsenen Boden Ausschachten ?

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Um den Bauplatz vorzubereiten sollte ein Bodengutachten vorhanden sein, aber auch Geländeaufnahmen, Rodungsbewilligung und Baumschutz sind von Bedeutung. Bei einem begrünten Grundstück sind die obersten 30cm Boden, der Humus oder Mutterbode, sehr wertvoll.

Um dem Gebäude Schutz gegen Wasser zu geben wird um das Haus herum, unterhalb des Bodenplattenniveaus, ein Drainageleitungssystem angeordnet. Diese Rundleitung soll das an den Außenwänden anfallende Wasser aufnehmen und es vom Gebäude wegführen.

Schächte und Kammern werden nicht nur für den Kanal, sondern auch für viele Bereiche benötigt, z.B. für unterirdische Pumpanlagen, Haustechnik- und Regelgeräte, Schwimmbäder oder Entleerungs- und Absperrvorrichtungen für Leitungen usw...

Die im Kellerboden und in den Außenanlagen situierten Abläufe und Abscheider werden üblicherweise von der Baufirma hergestellt. Wird damit gerechnet, dass verschmutztes Wasser in den Kanal fließt, muss eine Schlammfanganlage eingebaut werden.

Ist der Keller errichtet, die Fundierungen hergestellt und alle Leitungen verlegt werden die nicht mehr benötigten Arbeitsräume, Gräben und Künetten aufgefüllt. Kostengünstig ist es, wenn ein Teil des Aushubmaterials zur Hinterfüllung verwendet wird.

Bei Baugruben sind Sicherungen dann notwendig, wenn aus Platzgründen keine Böschungen möglich sind. Die Sicherungen können unter Umständen sogar einen zusätzlichen Schutz für das Gebäude bieten und im Boden verbleiben.

Mit den Aushubarbeiten darf erst nach Rechtskraft der Baugenehmigung begonnen werden, da sie den Beginn der Bauarbeiten darstellen. Hierbei ist schon so mancher Bauherr auf böse Überraschungen gestoßen. Eine Baugrunduntersuchung kann hier viel abklären.