In den meisten Fällen wird bei der Betonfertigteil-Bauweise Leichtbeton (Wohnbeton) verwendet. Dieser Beton besteht aus kleinen Tonkugeln durchsetzt von Luftporen, wobei die genaue Zusammensetzung je nach Hersteller unterschiedlich ausfällt. Alternativ werden auch Porenbeton, Blähton oder Stahlbeton-Skelettbauteile verwendet. Entsprechend dem herzustellenden Wandelement wird unter Berücksichtigung von Fenstern und Türen eine Schalung produziert.
Der Wohnbeton wird in diese Schalung gefüllt und härtet aus. Fenster, Türen und Installationen werden je nach Ausbaustufe im Werk oder auf der Baustelle eingebaut. Die Decken- und Dachelemente werden ebenso im Werk vorgefertigt und gemeinsam mit den anderen Bauteilen angeliefert.
Die Erstellung des Fertighauses aus Wohnbeton erfolgt ähnlich der Holzrahmenbauweise. Die Wandelemente werden auf und mit dem vorbereiteten Untergrund miteinander verbunden und vergossen. Die Außenseite des Gebäudes wird mit Grob- oder Feinputz bearbeitet. Vielfach sieht man auch die Alternative Holzverschalung, die statt des Putzes ihre Anwendung finden kann.
Vorteile:
- angenehmes, natürliches Raumklima
- hoher Brandschutz, da Beton nicht brennbar ist
- gute Wärmedämmung; sehr atmungsaktiv
- flexible und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten, da kein Steinmaß eingehalten werden
muss
- gute Ökobilanz
Nachteile:
- hoher Energieaufwand und CO2-Ausstoß bei der Herstellung
- aufgrund der Porigkeit hohe Feuchteaufnahme – zusätzliche Abdichtung an Außenwänden
nötig
- aufgrund der geringen Masse von Leichtbeton eher geringe Schalldämmung