Immobilienmarkt: Die Österreich-Trends 2018

Ausblick auf den rot-weiß-roten Immobilienmarkt 2018: CBRE Österreich hat im neuen Market Outlook die wichtigsten Analysen und Trends zu den einzelnen Sektoren veröffentlicht.

Die Nachfrage am Investmentmarkt bleibt den Experten nach im Dauerhoch. Engpässe sind daher wahrscheinlich: Das Angebot, speziell jenes von den bei Investoren beliebten Core-Immobilien, werde knapper. Als Folge dürfte die Risikobereitschaft steigen. Besonders die österreichischen Landeshauptstädte könnten von einer Ausweitung der Anlagestrategien profitieren, heißt es bei CBRE, die besonders deutsche Anleger auf den heimischen Markt drängen sieht.

CBRE © CBRE

Andreas Ridder, CBRE

„Wir blicken einem spannenden wie abwechslungsreichen Immobilienjahr 2018 entgegen“, sagte CBRE Österreich-Chef Andreas Ridder angesichts der soeben publizierten Prognose für das noch junge Jahr 2018.

Büroboom dank Wien

Nicht weniger rosig fällt die Prognose für den Büromarkt aus. Bei CBRE schätzt man, dass sich trotz enormer Neubauleistung und hohen Vorverwertungsgraden, auch bei den schon in den kommenden Monaten bezugsfertigen XXL-Projekten in Wien wie „ The Icon Vienna“ oder dem „ Austria Campus“, die Leerstände auf dem schon jetzt niedrigen Niveau einpendeln dürften.

Besonders gefragt wären innerstädtische Lagen und dort Bürowelten, die auf den digitalen Wandel abgestimmt sind. Aber auch außerhalb der City sei mit einer steigenden Nachfrage zu rechnen. Was sich, so folgern die Analysten, letztendlich auch auf die Büromieten niederschlagen wird.

Signa © Signa

Projekt Icon Vienna.

Retail: Flächenrallye ist zu Ende

Ganz anders die Situation im Bereich der Retailimmobilien, auch wenn der Onlinehandel, im Gegensatz zur Befürchtung vieler Handelspropheten, dem stationären Geschäft das Wasser nicht abgräbt, im Gegenteil.

Österreich ist und bleibt ein attraktives Expansionsziel für internationale Einzelhändler, heißt es im Market Outlook 2018. Diese drängen aber in bestehende Bestlagen. Neue Einzelhandelsflächen werden kaum mehr realisiert. Laut CBRE sind 2018 bundesweit keine Neueröffnungen bei Einkaufszentren zu erwarten.

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Trend: Urban-Logistik

In den Fokus sind zuletzt Logistikimmobilien gerückt, ein Trend der auch 2018 anhalten soll. Österreich lockt internationale Developer, das Nachfrageniveau bleibt hoch, wie im Bericht zusammengefasst wird. Vor allem Wien würden Entwickler Logistik und Industrieflächen spekulativ auf den Markt bringen. Das Urban-Logistik-Angebot für die letzte Meile – vom Hub hin zum Konsumenten – könnte laut Bericht ungenutzte innerstädtische Gewerbeflächen wieder in Wert setzen.

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Hoch hinaus

Im Wohnbereich sieht CBRE auch 2018 Studentenheime oder Mikro-Apartments auf der Investorenwunschliste ganz oben. Um das Bevölkerungswachstum in den Ballungsraumen – betroffen ist hier vor allem die Bundehauptstadt – aufnehmen zu können, werde das Thema Verdichtung immer evidenter. CBRE schätzt: Mit den steigenden Bodenpreisen und dem weiter sinkenden Flächenangebot werde dem Wohnen in Wohntürmen, für viele noch umstritten, neuer, jetzt noch verfügbarer Raum, zuteil.

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Datum: 08.02.2018

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