Mall Boom trotz Krise

Investoren setzen weiter auf den Ausbau des schon dichten Netzes an Einkaufszentren in Ungern: nun wollen sie nach Budapest und den Großstädten Ungarns Mittelstädte erobern

In der südungarischen Stadt Szekszárd ist für November 2009 die Fertigstellung des Shoppingcenters „Piramis Center“ geplant, der Grundstein wurde Ende November gelegt. Das erste Einkaufszentrum der Stadt wird 11.000 Quadratmeter und mehr als vierzig Geschäfte umfassen. Der Komplex wird komplett überdacht und klimatisiert sein. Neben Einkaufsmöglichkeiten wird das Einkaufszentrum auch ein Dienstleistungs-, Unterhaltungs- und Freizeitbereich bieten.

All-in-One-Lösungen gefragt

„Nachfrage nach großen Einkaufszentren herrscht nicht nur in Budapest oder in den Großstädten Ungarns, allein in den kleineren und mittleren Städten des Landes sind bis jetzt dennoch keine größeren Einkaufskomplexe entstanden. Der heutige Konsument möchte nämlich nicht nur einfach einkaufen, sondern alle seine Angelegenheiten auf einmal erledigen, möchte sich unterhalten, einen Kaffee trinken – und dies, wenn möglich, alles an einem Ort. Wir befriedigen in Szekszárd damit, dass wir für die Konsumenten diesen Komplex errichten, eigentlich nur einen alten Bedarf. Wir möchten aber hier nicht nur multinationale Konzerne sehen, sondern auch Klein- und Mittelbetriebe der Stadt und seiner Umgebung, damit sie auch Geschäfte außerhalb des Stadtzentrums eröffnen können,“ erklärte der geschäftsführende Direktor des Investors „Casaro Hungary“, Shlomi Shlomovitz. „Casaro Hungary“ hat bis jetzt in erster Linie in ungarische Wohnbauprojekte investiert.

Die Übergabe des „Piramis Centers“ ist für Ende November 2009 geplant. An den Komplex schließt sich auch ein Parkplatz für 400 Pkw wie auch ein eigener Kinderspielplatz an. Das erste „Piramis Center“ in Ungarn wird demnächst in der ostungarischen Kleinstadt Tiszaújváros eröffnet, weitere Zentren sind außer in Szekszárd auch noch in Dunújváros und Esztergom geplant. Gemeinsam ist den Projekten die Glaspyramide in der Mitte des Komplexes, sonst werden lokale Bedürfnisse berücksichtigt.

Development-Sektor hat Hochbetrieb

Auch die französische Investorengruppe „Ségécé Hungary“ – im Besitz der Firma „Klépierre“ – plant die Errichtung neuer Einkaufszentren in Ungarn bzw. möchte einige in ihrem Besitz befindliche erweitern. Development-Director Zsolt Kertai erklärte gegenüber dem Internet-Portal „Realdeal.hu“, dass die Gewerbeflächen der Malls „Alba Plaza“ in Székesfehérvár, „Duna Plaza“ in Budapest und „Nyír Plaza“ in Nyíregyháza erweitert werden. Zwischen 140 und 160 Millionen Euro werden in den kommenden Jahren in die drei Projekte investiert, während der Bau eines Einkaufszentrum im großen Josefstädter Rehabilitationsprojekt „Corvin Promenade“ in Budapest fortgesetzt wird: Das Projekt „Corvin Átrium“ mit einer Fläche von 34.000 Quadratmeter, mit Fertigstellungstermin 2009, wurde von kurzem von „Futreal“ an „Klépierre“ verkauft.

Bezüglich der beiden Hauptstadt-Projekte zeigen sich Experten optimistisch, was die beiden Erweiterungen in Székesfehérvár bzw. Nyíregyháza betrifft, prognostizieren diese Schwierigkeiten bei den Vermietungen.

piramis-center.hu © piramis-center.hu

Piramis Center

piramis-center.hu © piramis-center.hu

Piramis Center - Lobby

Corvinsetany.hu © Corvinsetany.hu

Corvinsetany.hu © Corvinsetany.hu


Autor:

Datum: 08.12.2008

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Investment

Buwog-Hauptversammlung stimmt dem Gewinnverwendungsvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zu. Dividende von 0,69 Euro je Aktie wird ausgeschüttet.

Nach Berlin, Hamburg oder München nimmt die in Nürnberg beheimatete Project Immobilien Gruppe, die sich in den letzten 20 Jahren auf Wohn- und Gewerbeobjekte in ausgesuchten Gunstlagen spezialisiert hat, den Wiener Wohnungsmarkt ins Visier. Insgesamt sollen laut der Wiener Dependance ab dem kommenden Jahr 100 Einheiten in der Bundeshauptstadt realisiert werden.

Die Wertpapierexperten der Raiffeisen Centrobank bekräftigen ihre Anlageempfehlung „Hold” für die Wertpapiere des heimischen Immobilienunternehmens Buwog. Das Kursziel von 24,50 Euro bleibt unverändert. Im ersten Quartal hat die Buwog mehr Mieteinnahmen und weniger Gewinn erzielt. Beim Projekt Pfarrwiesengasse wurde neulich die Dachgleiche gefeiert, das Projekt Töllergasse ist frisch im Vertrieb.

Für Anleger der Immofinanz ist jetzt eine Dividende von 6 Cent je Aktie fix. Es werden in Summe rund 58 Millionen Euro ausgeschüttet.

Die Immobilieninvestmentgesellschaft Wienwert begibt eine neue Anleihe mit einem Emissionsvolumen von bis zu 5 Millionen Euro, mit 3,75 Prozent Zinsen pro Jahr und einer Mindestzeichnungssumme von 1.000 Euro.

Sowohl die Analysten der Baader Bank als auch von Kepler Cheuvreux haben die CA Immo auf ihrer Kaufliste. Vor kurzem hat die CA Immo bekanntgegeben, in Frankfurt 2.100 weitere Quadratmeter Bürofläche im Tower 185 vermietet zu haben.

Der Vorstand der an der Börse Wien notierten S Immo AG hat am 28. September 2016 beschlossen, ein Aktienrückkaufprogramm zu starten.