Shopping Center

Der österreichweite Bedarf an neuen Einkaufszentren und zusätzlichen EKZ-Verkaufsflächen scheint gedeckt: Der einst enorme Zuwachs an neuen Flächen hat sich eingebremst, im Vordergrund stehen die Renovierung oder der Ausbau bestehender Zentren.

Laut einervom Austrian Council of Shopping Centers (ACSC) und der Badener Beratungsgesellschaft Standort + Markt herausgegebenen Statistik gibt es in Österreich derzeit 188 Einkaufs- und Fachmarktzentren. Diese verfügen über eine Gesamtverkaufsfläche von ca. 2,5 Mio. m² - heuer kamen rund 43.000 m² dazu.

6.700 Geschäfte (mit 62.800 Beschäftigten) erwirtschafteten im Jahr 2008 einen Gesamtumsatz von 9,8 Milliarden € (+ 5,6 % im Vergleich zu 2007), dies entspricht einem Marktanteil von 22, 4 % am österreichischen Einzelhanden (auch hier Tendenz leicht steigend, + 1 %). (Folgt man den internationalen Voraussetzungen, wonach erst ab vermietbaren Flächen von mindesten 10.000 m² von einem Einkaufszentrum gesprochen werden, kann verfügt Österreich lediglich über 95 solche.)

Zwar ist die Zahl der Besucher auf knapp 450 Mill. / Jahr gestiegen (dies entsprichteinem Anstieg um die Hälfte innerhalb von nur acht Jahren), dennoch werden allzu optimistische Prognosen was den Flächenzuwachs anbelangt, vom ACSC mit Skepsis betrachtet: Gab es in den letzten 20 Jahren einen durchschnittlichen Zuwachs von 108.000 m² im Jahr, waren es 2008 eben nur rund 43.000 m².

Auch was das heurige Jahr betrifft, sei bekannt, dass mehrer Großprojekt verschoben wurden, und für die zweite Jahreshälfte auch keine nennenswerten Eröffnungen mehr anstehen, so ACSC-Generalsekretärin Dr. Sabine Schober.

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Der österreichische Bedarf an Shoppingcenter-Flächen scheint also derzeit einmal weitestgehend gedeckt, nach Jahren des Bau-Booms läßt nun verstärkt ein neuer Trend feststellen: Da zahlreiche große Shopping Center entweder in die Jahre gekommen sind, oder haben sich nach zahlreichen Zubauten und Erweiterungen (wie etwa die SCS südlich von Wien) von einem einheitlichen Erscheinungsbild entfernt.

Genau hier soll angesetzt werden, um auch in Zeiten von Wirtschaftskrise und großem Wettbewerb die Kunden an die bestehenden Shopping Center zu binden: "Der Alterungsprozess vollzieht sich schlechend und wird sehr häufig seitens der Eigentümer nicht rechtzeitig erkannt. Hohe Mieterfluktuation und leer stehende Shops sind Verursacher einer Negativspirale, weder neue Mieter, geschweige denn Kunden können in dieser Situation gewonnen werden." zitieren die SN aus der Standort + Markt - Analyse.

So attestiert man auch seitens des ACSC starke Dynamik bei den Center-Betreibern vor allem beim Ausbau und bei der Erneuerung bestehender Einkaufs- und Fachmarktzentren.


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Datum: 25.08.2009

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