Sicherheitsempfinden: Immobilien top, Anleihen flop

Einer aktuellen Umfrage der Allianz zufolge verschaffen Immobilien den ÖsterreicherInnen derzeit das stärkste Sicherheitsgefühl.

Das Eigentum von Immobilien liegt puncto Sicherheitsempfinden bei der österreichischen Bevölkerung an erster Stelle eines Rankings der emotionalen Bewertung von Investitionsmöglichkeiten – vor Sparbuch, Bausparvertrag und Lebensversicherung.

Etwa jeder Neunte empfindet allerdings keine einzige Form der Geldanlage als wirklich sicher. Dies geht aus einer aktuellen Allianz-Umfrage hervor, die den Gefühls-Status der Österrei-cherInnen in Sachen Vorsorge erhob.

60 Prozent Eigentümer

Die Beliebtheit von Grund und Boden spiegelt einen aktuellen Trend wider, die Quote der Immobilieneigentümer stieg in Österreich zuletzt auf 60 Prozent. „Es ist interessant, dass Immobilien, die für die meisten das größte Einzelinvestment darstellen, mit dem größten Sicherheitsempfinden assoziiert werden, obwohl der Weg dorthin zumeist mit einer jahrzehntelangen Verschuldung einhergeht“, gibt Martin Bruckner, CIO der Allianz Gruppe in Österreich, zu bedenken.

WienerInnen finden Bankeinlagen attraktiver

Interessante Details der Umfrage: Als einzige Bevölkerungsgruppe in Österreich empfinden die Wiener Bankeinlagen sicherer als Immobilien. Und: Junge Menschen tendieren in hohem Maße zum „Sparen unter dem Kopfpolster“ – 40,6 Prozent der Unter 20-Jährigen (15 Prozent mehr als in der Gesamtbevölkerung) halten es für sicher, Bargeld zu Hause zu bunkern.

Die ängstliche Haltung vieler Menschen gegenüber Finanzinstrumenten führe aber bei vielen Jahr für Jahr zu einem realen Wertverlust ihres Vermögens, weist die Allianz hin. Eine hauseigene Untersuchung, welche die Rendite der privaten Geldvermögen der privaten Haushalte in neun Euroländern unter den Bedingungen der Niedrigzinspolitik seit 2010 analysierte, zeige: Zwischen 2010 und 2014 erzielten die österreichischen Haushalte im Mittel eine jährliche Rendite von 2,6 Prozent und schnitten damit im internationalen Vergleich am schlechtesten ab. Man sei in Österreich stärker in Bankeinlagen und schwächer in Aktien investiert als in allen anderen untersuchten Ländern.

Die Warnung daher: Vor allem beim Geldhorten unter dem Kopfpolster bestehe die einzige Sicherheit darin, Wert zu verlieren.


AutorIn:

Datum: 08.08.2016

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Investment

Erst Anfang November meldete die UBM Development AG den Verkauf ihrer im Bau befindlichen Hotels im QBC 5. Jetzt haben der Immo-Entwickler und sein Partner S Immo einen Forward Deal für das entstehende dritte Baufeld im Quartier Belvedere Central mit der Union Investment unter Dach und Fach gebracht. Fertigstellung und Übergabe sollen laut UBM-Meldung im Herbst 2017 über die Bühne gehen.

Eigentümerwechsel bei der ehemalige Frucht- und Mehlbörse am Wiener Schottenring. Der generalsanierte Prestigebau wurde für den offenen Immobilienfonds „Real Invest Austria“ von der Bank Austria Real Invest Immobilien KAG erworben. Die Verhandlungen und der Verkaufsprozess sind im Auftrag der Eigentümer von der Wiener CBRE-Dependance begleitet worden. Der Kaufpreis liegt laut Aussendung des Immobilienspezialisten im hohen zweistelligen Millionenbereich.

Die UBM Development AG meldet den Verkauf ihrer im Quartier Belvedere Central (QBC) im Bau befindlichen Hotels. Neuer Eigentümer des künftigen ibis und Novotel Hotels der Accor-Gruppe ist der französische Asset Manager Amundi Real Estate. Dem Immobilienentwickler zufolge soll der Kaufpreis bei 85 Millionen Euro liegen. Beide Häuser, die erst Mitte September ihre Dachgleiche feiern konnten, sollen schon im kommenden Sommer eröffnen.

Milchriese mit neuem Logistikzentrum: Der zentrale Berglandmilch-Standort in Aschbach Markt im Mostviertel verfügt künftig über 20.700 vollautomatisch bedienbare Palettenstellplätze. Damit hat man auf insgesamt 28.000 aufgestockt. Das neue Lager werde noch diesen November hochgefahren, sagt Berglandmilch-Geschäftsführer Josef Braunshofer. In Summe wurden 20 Millionen Euro investiert.

Buwog-Hauptversammlung stimmt dem Gewinnverwendungsvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zu. Dividende von 0,69 Euro je Aktie wird ausgeschüttet.

Nach Berlin, Hamburg oder München nimmt die in Nürnberg beheimatete Project Immobilien Gruppe, die sich in den letzten 20 Jahren auf Wohn- und Gewerbeobjekte in ausgesuchten Gunstlagen spezialisiert hat, den Wiener Wohnungsmarkt ins Visier. Insgesamt sollen laut der Wiener Dependance ab dem kommenden Jahr 100 Einheiten in der Bundeshauptstadt realisiert werden.

Die Wertpapierexperten der Raiffeisen Centrobank bekräftigen ihre Anlageempfehlung „Hold” für die Wertpapiere des heimischen Immobilienunternehmens Buwog. Das Kursziel von 24,50 Euro bleibt unverändert. Im ersten Quartal hat die Buwog mehr Mieteinnahmen und weniger Gewinn erzielt. Beim Projekt Pfarrwiesengasse wurde neulich die Dachgleiche gefeiert, das Projekt Töllergasse ist frisch im Vertrieb.

Für Anleger der Immofinanz ist jetzt eine Dividende von 6 Cent je Aktie fix. Es werden in Summe rund 58 Millionen Euro ausgeschüttet.