Welches Fenster ist am besten?

Da Fenster einen bedeutenden Kostenbestandteil im Wohnbau darstellen, lohnt sich ein Blick nicht nur auf die Erstinvestition, sondern auf alle im gesamten Lebenslauf anfallenden Aufwendungen. Im Rahmen einer aktuellen Potenzialanalyse „Fensterwerkstoffe im Vergleich“ wurde deshalb erhoben, welche Fenster im Wohnbau am ökonomischsten und nachhaltigsten sind.

www.alufenster.at © www.alufenster.at

Kostenanteil der verschiedenen Fensterwerkstoffe an den Lebenszykluskosten.

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Vergleich Ökobilanz.

Verglichen wurden die wirtschaftlichen und ökologischen Potenziale von Aluminium-, Holz-Aluminium, Holz-, Kunststoff und Kunststoff-Aluminiumfenstern im Wohnbau. Das Ergebnis in Kürzestfassung: Je langlebiger das Material, desto positiver schneidet es insgesamt ab. So zeigt sich, dass auf Grund ihrer höheren Lebensdauer und der geringen Wartungsansprüche Alu-Fenster, die in Österreich die Gemeinschaftsmarke ALU-FENSTER führen (HUECK und SCHÜCO), auf lange Sicht nicht nur einen entscheidenden Kostenvorteil gegenüber anderen Ausführungen bringen, sondern auch die Umwelt weniger belasten.

Langlebigkeit spart Geld

Zur Berechnung wurde ein Modell eines massiven Wohnbaus mit Vollwärmeschutz herangezogen. Dabei wird im langfristigen Szenario davon ausgegangen, dass für Alufenster in einem Betrachtungszeitraum von 60 Jahren nur eine einmalige Investition zu tätigen ist, während bei allen anderen Typen zumindest ein zusätzlicher Fenstertausch vorgenommen werden muss. Der Anteil an den Lebenszykluskosten des Gebäudes erhöht sich dementsprechend, so die Studienautoren.

Thermische Qualität bestimmt Ökobilanz

Geht es um die Ökobilanz, zeigt sich, dass gerade im Wohnbau mit einem durchschnittlich eher geringen Fensterflächenanteil von 20 bis 30 Prozent der Einfluss des Rahmenmaterials der Fenster auf die Gesamtgebäudebilanz von untergeordneter Bedeutung ist, so die Studienautoren. Den mit Abstand größten Einfluss auf die Ökobilanz haben jene Umweltwirkungen, welche durch die im Gebäudebetrieb anfallenden Energieverbräuche hervorgerufen werden. "Ein großer Hebel für die Ökobilanz ist vor allem die thermische Qualität und damit verbunden das Energieeinsparpotenzial der Fenster", erklärt dazu Maria Popp, bauXund forschung und beratung gmbh.

Weitere Einflussfaktoren

Hinsichtlich der untersuchten Wirkkategorien weist das Aluminiumfenster laut Studie die geringsten Auswirkungen auf. Dies liege vor allem daran, dass das Grundmaterial Aluminium nach einer langen Lebensdauer einem hochwertigen stofflichen Recycling zugeführt werden kann. Bürogebäude hingegen weisen meist einen weitaus höheren Fensteranteil aus, als Wohnbauten. "Für Bürogebäude können die Ergebnisse daher ganz anders aussehen", sagt Popp. Gerade bezüglich Lebensdauer zeige sich allgemein eine große Spannweite, da diese auch stark vom Standort und den Witterungsbedingungen abhängig sei.


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Datum: 21.05.2015

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