Teich und Biotop: Pflege im Jahresverlauf

Sie nennen einen Gartenteich oder ein Biotop ihr Eigen? Es gilt: je naturnaher, desto besser. Trotzdem bedarf die Wasserstelle in Ihrem Garten auch einiger Pflege – das ganze Jahr über.

Sie sind Heimat für Tierchen und Pflanzen und bieten den GartenbesitzerInnen einen wunderbaren Anblick. So sie ordentlich gepflegt sind. Welche Arbeiten übers Jahr anfallen, damit Biotop und Gartenteich auch schön bleiben, erfahren Sie hier.

Frühling – die wichtigste Zeit

Nach dem Winter sollten Sie Ihrem Teich die meiste Aufmerksamkeit schenken. Überprüfen Sie den Teichrand auf Beschädigungen der Plane, die möglicherweise durch Eis verursacht worden sind. Entfernen Sie abgestorbene Pflanzenteile und Blätter mit einem Kescher. Reinigen Sie den Grund des Teiches mit einem Schlammsauger. Je nach Wasserqualität können Sie mit teilweiser Wasserreinigung beginnen. Entfernen Sie nie mehr als ein Drittel der Wassermenge, da sonst das Wasser erst recht „kippen“ kann. Gerade bei Fischteichen sollten Sie sich im Fachgeschäft über den Einsatz eines UVC-Klärers beraten lassen. Ein UVC-Klärer „reinigt“ das Wasser, indem es an einer UV-Lampe (ultraviolettes Licht) vorbeigeführt wird. Schädliche und krank machende Keime und Bakterien werden durch die UV-Bestrahlung vernichtet (ähnlich der zellvernichtenden Wirkung durch Sonnenbestrahlung). Schwebealgen verklumpen durch den Einsatz von UV-Licht und können so in einem weiteren Reinigungsschritt aus dem Wasser gefiltert werden. Ab einer Wassertemperatur von 12° C sollten Sie mit der Fischfütterung beginnen. Bepflanzen Sie leere Stellen des Teiches mit neuen Pflanzen.

Sommer – aufs Wasser achten

In der heißen Jahreszeit die Hauptaufgabe des ambitionierten Teichliebhabers, dafür zu sorgen, dass die Wasserqualität erhalten und vorhandene Fische gesund bleiben. Überprüfen Sie regelmäßig die Wasserwerte. Für entsprechende Wassertests besorgen Sie sich in einem Fachgeschäft Teststäbchen oder die Utensilien für einen genaueren Tröpfchentest. In einem Gartenteich sollte der pH-Wert zwischen 6,6 und 8,3 liegen. Giftiges Nitrit (NO2) sollte nicht vorhanden sein. Nitrat (NO3) darf eine Konzentration von 50 mg/l nicht überschreiten, die Karbonathärte (KH) sollte ebenso wie die Gesamthärte (GH) zwischen 5° und 15° dH (Grad deutscher Härte = eine Masseinheit für Wasserhärte) liegen.

Beobachten Sie das Leben in Ihrem Teich. Wenn der Wuchs mancher Pflanzen zu üppig wird, wenn die Fische atypisches Verhalten an den Tag legen, indem sie nicht vital erscheinen oder Flecken erkennbar werden, sollten Sie etwas unternehmen. Füttern Sie Ihre Fische nur mit so viel Futter wie sie tatsächlich in angemessener Zeit vertilgen können. Nicht gefressenes Fischfutter erhöht den Nährstoffanteil im Wasser und begünstigt wiederum das Algenwachstum. Halten Sie auch Ihren Fischbestand in überschaubaren Grenzen, denn viele Fische scheiden auch viel aus, was wiederum das Wasser mit Nährstoffen versorgt. Schwebealgen entgegnen Sie am besten mit den schon vorher erwähnten UVC-Klärern. Fadenalgen können mit einem passenden Kescher aus dem Wasser entfernt werden. Natürlich kann auch mit chemischen Flüssigpräparaten nachgeholfen werden. Wählen Sie den chemischen Weg aber bitte erst, wenn andere Maßnahmen wie ausgewogene Bepflanzung in den richtigen Zonen, Regulierung des Fischbestandes und der Fischfütterung nicht den gewünschten Erfolg bringen.

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Herbst – auf die Kälte vorbereiten

Im Herbst besteht Ihre Hauptaufgabe darin, den Teich und die Lebenwesen bei der Umstellung auf die kalte, ruhige Jahreszeit zu unterstützen. Befreien Sie den Teich regelmäßig von herabgefallenem Laub und anderen abgestorbenen Pflanzenteile. Verringern Sie die Fütterung Ihrer Fische und stoppen sie die Fütterung wieder gänzlich ab einer Wassertemperatur von 12° C. Lichten Sie üppig gewachsene Teichpflanzen aus. Es empfiehlt sich ein passendes Laubschutznetz über den Teich zu spannen. Laub und abgestorbene Pflanzenteile erhöhen bei der Verrottung im Wasser den Nährstoffgehalt und führen somit unweigerlich zu einer ausgeprägten Algenblüte im Frühling nach dem Auftauen des Eises. Außerdem bilden sich giftige Gase die einen zugefrorenen Teich nur erschwert verlassen können. Schneiden Sie Schilf, Rohrkolben und andere Pflanzen mit rohrartigen Stielen bis einige Zentimeter über die Wasseroberfläche ab. Die noch aus dem Wasser ragenden Stengel sorgen so, wenn sich eine Eisschicht auf dem Teich gebildet hat, nach dem Prinzip eines Strohhalms für den Gasaustausch. Entfernen Sie Filteranlagen und Pumpen rechtzeitig vor dem ersten Frost aus dem Wasser. Begutachten Sie bei dieser Gelegenheit ihre Funktion und reinigen Sie die Schläuche, Pumpen und Filter. Lagern Sie die Unterwassertechnik frostsicher und immer in Kübeln oder sonstigen Behältnissen mit Wasser, da so die Filter und Dichtungen nicht spröde werden.

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Winter – um die Fische kümmern

Die kalte Jahreszeit ist wichtig für den bereits angesprochenen Gasaustausch, damit die Fische überleben und kein Stress für Sie verursacht wird (Eislaufen am Teich, ständiges Herumstochern im Eis,...), und dass genügend Licht in den Teich gelangen kann. Es gibt eigene Eisfreihalter, die das Zufrieren an einer Stelle (am besten über der tiefsten Stelle) im Teich verhindern. Bei sehr langen und harten Wintern empfiehlt es sich Teichheizgeräte einzusetzen, die mit Temperaturfühlern versehen werden können, sodass nur bei Bedarf geheizt wird. Schlagen Sie keine Löcher in die Eisschicht. Das kann einerseits die Teichfolie beschädigen und andererseits, durch den hohen Druck der dadurch entsteht, die Schwimmblase der Fische verletzen, was den Tod der Fische zur Folge hätte.


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Datum: 07.03.2016

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