Sanierungsscheck: Förderung für Thermische Sanierung

Von der Dämmung der Außenwände und dem Fenstertausch bis zur Integration einer Solaranlage: Für diese und andere Maßnahmen gibt es auch heuer wieder Förderungen. Die Aktion läuft bis Ende des Jahres.

Für die große Sanierungsoffensive stehen heuer insgesamt 43,5 Millionen Euro zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es unterschiedliche Förderaktionen in den Bundesländern.

Kriterien und Voraussetzungen

Die Förderkriterien 2016 bieten einen verstärkten Anreiz für den Einsatz von neuen, innovativen Technologien. Nach der Sanierung muss ein Heizwärmebedarf von maximal 40 kWh pro m2/Jahr erreicht werden. Die Beheizung muss zu mindestens 80 % durch erneuerbare Energieträger erfolgen. Die Förderung für Sanierungen beträgt jeweils bis zu 30 % der förderfähigen Kosten, welche sich aus den Material-, Montage und Planungskosten zusammensetzen.

Zudem wird ein extra Zuschlag für ökologische Baustoffe ausgegeben. Für denkmalgeschützte Gebäude gibt es ebenfalls ein spezielles Angebot. Und Heizungsumstellungen und Energiesparmaßnahmen bei "guter thermischer Qualität der Gebäudehülle" werden weiterhin gefördert. Achtung: Die wesentlichste Fördervoraussetzung ist, dass das jeweilige Gebäude zum Zeitpunkt der Antragsstellung älter als 20 Jahre ist (Datum der Baubewilligung).

Welche Projekte werden bezuschusst?

Gefördert werden thermische Sanierungen im privaten Wohnbau für Gebäude, die älter als 20 Jahre sind. Für eine Förderung müssen mindestens zwei der Sanierungsmaßnahmen aus dem Kriterienkatalog umgesetzt werden. Ein paar Beispiele:

 

Auch die Kosten für Planung (z. B. Energieausweis), Bauaufsicht und Baustellengemeinkosten werden im Sanierungsscheck als förderungsfähige Kosten anteilig anerkannt.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Förderung wird in Form eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Investitionskostenzuschusses vergeben. Planungskosten werden mit max. 10 % aller förderungsfähigen Kosten bei der Berechnung der Förderung berücksichtigt. Abhängig von der durchgeführten Sanierungsmaßnahme und der daraus resultierenden Reduktion des Heizwärmebedarfs gelten die folgenden maximalen Förderungshöhen:

  • Mustersanierung: max. 8.000 Euro.  
  • Umfassende Sanierung klimaaktiv Standard: 5.000 Euro
  • Umfassende Sanierung guter Standard: 4.000 Euro
  • Teilsanierung 50 %: 3.000 Euro

Für alle Sanierungen außer der Mustersanierung gibt es einen maximalen Zuschlag von 1.000 Euro bei der Verwendung von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen (mind. 25 % aller gedämmten Flächen).

 

Wie komme ich zur Förderung?

Zwischen dem 03.03.2015 und 31.12.2016 können Privatpersonen bei den Bausparkassen und in den Bankfilialen um Zuschüsse ansuchen. Unternehmen können ihre Förderanträge online bei der KPC-Kommunalkredit Public Consulting stellen.

 
 

Weitere Informationen:

 


AutorIn: Datum: 01.03.2016


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  • Redaktion schrieb am 09.11.2015 11:28:14

    Hallo Herr Eisner!
    Grundsätzlich ist zwischen Bundes- und Landesförderung zu unterscheiden. Der Bund vergibt den "Sanierungsscheck", der relativ unkompliziert abgewickelt wird. Die Landesförderungen werden von der jeweiligen Landesregierung vergeben und unterscheiden sich je nach Bundesland, wo das Haus saniert wurde. In NÖ haben Sie zum Beispiel die Möglichkeit, um einen geförderten Kredit anzusuchen. Zusätzlich kann in einigen Gegenden auch regionale Zuschüsse von Gemeinden, Städten und einzelnen Energieversorgern beantragt werden.

    Der Topf für den Sanierungsscheck ist in diesem Jahr schon zur Gänze ausgeschöpft, auch der Handwerkerbonus muss für 2016 erst beschlossen werden und wurde in diesem Jahr bereits gänzlich vergeben. Normalerweise wird im Frühjahr beschlossen, ob und in welcher Höhe Sanierungsförderungen im laufenden Jahr vergeben werden.

    Beachten Sie, dass manche Stellen eine Ist-Berechnung im Rahmen des Energieausweises benötigen, BEVOR mit den Maßnahmen begonnen wurde. Die Förderlandschaft und -bedingungen ändern sich laufend. Am besten informieren Sie sich bei der zuständigen Förderungsstelle ihres Bundeslandes. Auch die Firma Windhager hat kürzlich ein Tool veröffentlicht, mit dem Sie sich online einen Überblick verschaffen und einen Selbstcheck durchführen können: http://www.wohnnet.at/finanzieren/foerderungen/kostenloser-foerder-service-von-windhager-6757485

    Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Einreichung!

  • Philipp Eisner schrieb am 08.11.2015 12:56:33

    Guten Tag,
    Ich habe im letzten Jahr ein Haus Baujahr 1970 gekauft und dieses Saniert.
    -Austausch der Heizung von Öl auf Gas-Brennwert
    -Installation Heizungsunterstützende Solaranlage
    -Austausch aller Fenster und Zugangstüren
    -Austausch Dach
    alle Arbeiten wurden von einer Fachfirma ausgeführt und können mit Rechnungen belegt werden.
    Meine Frage, welche Förderung steht mir zu und wie komme ich zu dieser??