Streuen von Branntkalk:
Branntkalk (Kalkstickstoff) soll nach PURKHAUSER (1996) und SZITH (1996) eine wirksame Abwehrmaßnahme gegen Schnecken sein. Im Gartenbereich soll der Branntkalk in Form von 30 cm breiten Sperrstreifen angelegt werden.Nach Regenfällen und starker Taubildung sind die Sperrstreifen zu erneuern, da der Branntkalk dann seine Wirksamkeit verloren hat.
Die Sperrstreifen räumlich so anlegen, daß die Schnecken gezwungen werden über die Sperren zu kriechen wenn sie zum Gemüse wollen. Innerhalb der Sperrstreifen müssen alle Schnecken gründlichst abgesammelt werden. Die Branntkalkanwendung ist nur für schwere Böden zu empfehlen!
Streuen von Sägemehl oder Gerstenspelzen:
Sägemehl muß mindestens 5 cm dick und in einer Breite von einem halben bis einem Meter gestreut werden. Feuchtes Sägemehl verliert rasch an abschreckender Wirkung und sollte daher regelmäßig erneuert werden.
Enten:
Enten und Hühner bitte nicht als Schneckenvernichtungsmaschinen mißbrauchen. Sie benötigen wie alle Nutz- und Haustiere sachkundige Pflege, artgerechte Haltung und Zuwendung. Wer sich nicht als permanenter Entenbetreuer profilieren will, kann sich indische Laufenten mieten!
Die besten Schneckenvertilger sind Türkische oder Indische Laufenten, Khaki-Campell-Enten.Andere Entenarten fressen zwar ebenfalls Schnecken, sie haben aber auch leider großen Appetit auf das zu schützende Gemüse.
- Tiere über Nacht immer in stabilen Käfig sperren (Schutz vor Füchsen und Hunden)
- Enten nur zeitweise in den Gemüsegarten lassen: am frühen Morgen bzw. abends in der Dämmerung
- Umfeld des Gemüsegartens permanent mit Enten beweiden
- Junge Enten können an großen Schnecken ersticken
- Unbedingt Wasserstelle zu Verfügung stellen: zwecks Schnabelsäuberung
- Immer ein Pärchen anschaffen oder eine weibliche Entengruppe
- Enteneier sind oft mit Salmonellen verseucht
- Hühner sind gut geeignet um das umliegende Gelände von Scheckengelegen zu säubern