Gesundes Lebensmittel Luft?

Wir „essen“ täglich 15 Kilo Luft. In erster Linie ist das Raumluft, keine frische, sauerstoffgesättigte Wald- und Wiesenluft. Deshalb ist es umso wichtiger, die Schadstoffe in eben dieser Raumluft so stark wie möglich zu reduzieren, um unsere Gesundheit zu erhalten.

Tag für Tag nehmen wir ca. 1 kg feste Nahrung, 2,5 kg flüssige Nahrung, und ganze 15 kg (Raum)Luft auf. „MeineRaumluft“ setzt sich für eine Klassifizierung der Luft als Lebensmittel ein, Lebensmittel, die nach geltendem Recht alle Stoffe oder Erzeugnisse darstellen, die dazu bestimmt sind, vom Menschen aufgenommen zu werden. Während bei allem, was wir essen und trinken inzwischen strenge Vorgaben über Inhaltsstoffe und vor allem deren Deklaration herrschen, und wir uns immer mehr Gedanken darüber machen, welche Speisen und Getränke uns gut tun, und welche unserer Gesundheit schaden könnten, macht sich laut ExpertInnen von "MeineRaumluft" die Gesellschaft über das, was wir alle täglich über unsere Atemwege und die Haut aufnehmen, keine großen Gedanken.

Schadstoffe aus der Luft in unsere Körper

Aktuelle Zahlen der WHO zeigen, wie belastet die Luft hierzulande ist. Neben Sauerstoff, Stickstoff, Edelgasen und CO2 finden sich in unserer Atemluft (übrigens drinnen wie draußen!) schädliche Stoffe wie etwa Feinstaub oder Schwefeldioxid. Dazu kommen Schimmelsporen und VOC´s (flüchtige organische Verbindungen), die eine zusätzliche sehr starke Belastung für Gesundheit und Wohlbefinden darstellen.

Beim Einatmen nehmen wir diese Schadstoffe, Schmutz, Sporen und Bakterien auf - je nach Partikelgröße werden diese in der Nase, in den großen und kleinen Luftwegen und/oder in den Lungenbläschen abgelagert. Dabei gelangen diese Schadstoffe nicht nur über die Außenluft in unsere Räume. Vor allem durch das Rauchen, aber auch durch Holzöfen, Kerzen, Räucherstäbchen und beim Kochen entsteht Feinstaub hausgemacht und belastet zusätzlich die Raumluft.

"Kennzeichnungspflicht wäre nur logisch"

Wenn wir unsere Luft als Lebensmittel verstehen und akzeptieren, müsse sie auch als dieses anerkannt und entsprechend mit Qualitätskriterien zum Schutz der Gesundheit geregelt werden, so die Forderung. „Für uns als KonsumentInnen ist es bereits zur Selbstverständlichkeit geworden, dass Lebensmittel gekennzeichnet werden müssen. Eine Fülle von Vorschriften regeln die unterschiedlichsten Angaben wie Herkunftsbezeichnung, Kalorien- und Nährwertangaben, Inhaltsstoffe, Haltbarkeitsdatum, Allergene etc. - aber warum gibt es keine Hilfestellung für die Qualitätsbeurteilung der Raumluft?“ zeigt sich Mag. Thomas Schlatte von "MeineRaumluft" erstaunt. Außenluftbedingungen, Bauweise, Baumaterialien, Einrichtungsgegenstände, Wohnhygiene – all das und vieles mehr beeinflussen unsere Raumluftqualität und damit unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. „Beim täglichen Einkauf treffen die Menschen bewusst die Entscheidung für mehr oder weniger gesunde Lebensmittel und achten auf die Inhaltsstoffe. Mit unserer Forderung „Luft als Lebensmittel“ wollen wir Politik und Gesellschaft auffordern, Maßnahmen zu setzen und zu fördern, die auf ein gesundes Raumluftumfeld im privaten, schulischen und beruflichen Bereich einwirken und Rahmenbedingungen dafür zu schaffen“ so Schlatte.


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Datum: 24.11.2016

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