Farbtrends 2017: Grün, Grau, Mauve und Sand

Neben dem zeitlosen und somit stets aktuellen Schwarz und Weiß dominieren dieses Jahr vor allem Grün, Mauve und diverse Sandtöne unsere Einrichtung. Aber auch Ton-in-Ton ist wieder schwer angesagt.

Farben sind Modeerscheinungen - selbst, wenn es von den Primärfarben gar nicht so viele gibt. Manchmal prägen sie sogar ein ganzes Jahrzehnt (denken Sie nur an das Orange der Siebziger). Letztlich spiegel sie, wie jeder Trend, den momentanen Verfassungszustand und die Sehnsüchte der Gesellschaft wider. Dennoch gibt es auch feste Größen, die sich über jeden Trend hinweg immer wieder in unseren Einrichtungen finden, weil sie ganz bestimmte Werte vermitteln. Hier die In-Farben des kommenden Jahres:

Haapo 1910 / Österreichische Möbelindustrie © Haapo 1910 / Österreichische Möbelindustrie

Monochrom

Monochrome Farbwahl, auch Ton-in-Ton genannt, besticht durch ein klares gestalterisches Konzept. Richtige Klassiker hierbei sind Kombinationen aus Weiß, Beige oder Creme. Aber auch eine kräftigere Farbe kann mit dezenten Abstufungen ein spannendes Gesamtbild ergeben. Je nach Variante kann die Ton-in-Ton-Lösung den Raum deutlich größer erscheinen lassen (Weiß oder Creme) oder ihm eine enorme Plastizität verleihen (Abstufungen und Schattierungen). Sie müssen auch keine Sorge haben, dass eine monochrome Farbauswahl langweilig wirken könnte. Verschiedene Oberflächen, Muster und Materialien bringen viel Abwechslung in den Raum.


Joka / Österreichische Möbelindustrie © Joka / Österreichische Möbelindustrie

Schwarz und Weiß

Zugegeben: die beiden Nicht-Farben Schwarz und Weiß kommen wohl nie aus der Mode. Vor allem gilt das für Weiß, mit seiner aufhellenden Eigenschaft im Innenbereich. Bei Schwarz sind viele Menschen jedoch vorsichtiger und befürchten, dass der Raum dann rasch düster und melancholisch wirkt. Richtig eingesetzt ist aber das Gegenteil der Fall: Schwarz ist überaus edel und stilvoll. Sogar als Wandfarbe.


ADA / Österreichische Möbelindustrie © ADA / Österreichische Möbelindustrie

Grau

Auch Grau hat viele versteckte Stärken und ist keineswegs nur Synonym für „trist“. Bester Beweis ist der immer stärkere Einsatz von Beton in Form von Deko-Elementen wie Schalen, Lampenschirmen oder Kerzenhaltern. Der unbestreitbare Vorteil an dieser Nicht-Farbe ist, dass sie tatsächliche Farben perfekt zur Geltung bringt. Somit ist Grau die ideale Bühne, um Gelb & Co als Stars zu zelebrieren. Wie gut, dass Grau ein Comeback feiert.


Joka / Österreichische Möbelindustrie © Joka / Österreichische Möbelindustrie

Sandtöne

Es ist kein Zufall, dass Sandtöne im gleichen Jahr en vogue werden, wie Grau sein Revival feiert. Die beiden Trends sehen in Kombination schlichtweg umwerfend gut aus. Die warmen, erdigen Töne lassen eine wundervoll natürliche und gemütliche Atmosphäre entstehen. Ein toller Kontrast zu dem geradlinigen Grau. Ungebrochen aktuell bleiben auch die Partnertöne des Sandes: Gold und Kupfer.


Alpina © Alpina

Mauve

Mauve ist eine Farbe, die nicht ganz einfach einzuordnen ist. Als Mischung zwischen Rosa, Rot und Violett kann sie von pastellfarben bis kräftig reichen. Ihr Look wirkt sehr edel und neigt sich ins dezent Romantische. Besonders stark wirkt sie als Wandfarbe oder bei Textilien. Bitte nicht verwechseln mit Flieder! Mauve spielt mehr ins Erdige hinein.


sedda / Österreichische Möbelindustrie © sedda / Österreichische Möbelindustrie

Grün und Blau

Die Firma Pantone hat es vor einiger Zeit schon verkündet: zur Farbe des Jahre wurde „Greenery“ gekürt, ein sehr heller und saftiger Grünton. Kein Wunder also, dass die Farbe von Wald und Wiese in all ihren Facetten prägend für dieses Jahr ist. Ähnliches gilt für „Niagara“, ein dezenter Blauton, den Pantone als Trend für die Textilindustrie ausgelobt hat. In Kombination sind beide Farben jedoch nicht jedermanns Sache.


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Datum: 14.02.2017

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