Gasversorgung - Anschluss ans öffentliche Gasnetz

Vorab soll geklärt werden, wo die Gasleitung in das Haus geführt wird und wo die Hauptsperreinrichtung und wo der Gaszähler errichtet werden sollen.

Gasanschluss

Ob Sie einen Gasanschluss für die Heizung und die Küche wünschen ist zunächst Ihre Entscheidung. Wenn ja, setzten Sie sich mit dem örtlichen Versorgungsunternehmen in Verbindung und klären Sie ob ein Anschluss möglich ist. Klären Sie mit Ihrem Installateur die erforderliche Dimensionierung des Anschlusses.

Ist alles geklärt, beantragen Sie den Anschluss. Ob dieser vom Versorgungsunternehmen selbst, oder von einer Baufirma bzw. einem Installateur, den Sie selbst beauftragen müssen, hergestellt wird, wird in den Gemeinden unterschiedlich gehandhabt.

Selbsthilfe

Sollte keine Anschlussmöglichkeit vorhanden sein, können Sie sich mit eigenen Gastanks Ihre Versorgung selbst sicherstellen.Die Aufstellung von Gastanks ist in der Einreichung darzustellen und genehmigen zu lassen. Sie darf nur von konzessionierten Unternehmen vorgenommen werden.

Vor Baubeginn

Vorab soll geklärt werden, wo die Gasleitung in das Haus geführt wird und wo die Hauptsperreinrichtung und der Gaszähler (im Haus oder an der Grundstücksgrenze mittels eines Gaszählerbockes) situiert werden.

 

Generell ist darauf zu achten, dass die Gasleitung frostsicher mind. 0,80 m tief geführt werden muss und auch die Einführung in das Haus in einem frostsicheren. trockenen, belüftbaren und nicht für Wohnzwecke genutzten Raum erfolgen muss. Eine Gasleitung muss immer ein Gefälle zur öffentlichen Anschlussstelle haben. Ist dies nicht möglich müssen Kondensatsammelstellen an den tiefsten Punkten (mit Zugang von oben) eingebaut werden.

Es muss eine gemeinsame Besprechung mit dem Gasversorgungsunternehmen, der Verkehrsbehörde und vorsichtshalber mit allen anderen Ver- und Ent­sorgungsunternehmen angesetzt werden. In dieser Besprechung wird die Durchführung der Anschlussarbeiten (Aufgrabung, prov. Verlegung vorhandener Leitungen, Herstellung des Wasseranschlusses sowie die Wiederherstellung des ursprüngliche Zustandes festgelegt. Ferner wird die Dauer der Arbeiten besprochen, sowie welche verkehrstechnische Maßnahmen (Absperrungen, Umleitungen etc.) erforderlich sind.

Diese Besprechung wird in der Regel durch den Installateur zusammen mit dem Baumeister (der die Aufgrabungen durchführt) veranlasst und durchgeführt.

Es ist wichtig, dass der Installateur in seinem Vertrag mit dem Bauherrn ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass er alle diesbezüglichen Klärungen für seine Leistungen mit den Behörden und allen relevanten Unternehmungen selbst und zeitgerecht durchführen muss.

Durchführung

Die Gasleitung wird in einer Künette in frostsicheren Tiefe verlegt und vom öffentlichen Anschlusspunkt bzw. Tank in das Haus geführt. Es ist darauf zu achten, dass vor dem Zuschütten der Künette eine nachweisliche Druckprobe durchgeführt wird, und dass 20 cm oberhalb der Gasleitung ein Warnband verlegt wird. Die Anschlussleitung endet im Haus mit der Hauptabsperrvorrichtung. Ab diesem Punkt erfolgt dann die Hausinstallation über den Gaszähler.


Autor:

Datum: 11.09.2010

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Grundstück

Damit Ihr Haus letztendlich an der Stelle steht, an der Sie und Ihr Architekt es geplant haben, ist eine Absteckung erforderlich. Als Bauherr sind Sie üblicherweise verpflichtet die Hauptachsen Ihres Gebäudes und mindestens einen Höhenpunkt zu kennzeichnen.

Auf der Mehrzweckkarte wird ganz Wien im Straßenbereich terrestrisch vermessen und innerhalb der Blöcke über Luftbildauswertung erfasst. Dadurch gibt es eine gemeinsame grafische Darstellung und digitale Verwaltung der Einbauten im öffentlichen Straßenraum.

Die Behörde gibt auf dem eingereichten Plan die gültigen Bebauungsbestimmungen für Ihr Grundstück bekannt. Es werden die Baufluchtlinien mit rotem Stift eingetragen sowie alle weiterendas Gründstück betreffende Auflagen mitgeteilt.

Es wurde eine neue Blatteinteilung erforderlich, bei der ein Triangulierungsblatt durch parallele Linie unterteilt wird. Das Grundkartenwerk der Landesaufnahme wurde ebenfalls den Netzlinien der Gauß-Krüger-Projektion der neuen Blattteilung angepasst.

Der Ursprung des österreichischen Grundkatasters liegt im Grundsteuerpatent, welches am 23. Dezember 1817 eine Vermessung aller Grundstücke der deutsch- und italienischsprachigen Provinzen als Basis für die Besteuerung von Grund und Boden darstellte.

Zu den Aufgaben eines staatlich befugten und beeideten Ingenieurkonsulent für Vermessungswesen, kurz Geometer genannt,zählen neben der eigentlichen Vermessungstätigkeit der Schutz Ihres Eigentums am nicht vermehrbaren Grund und Boden.

Das Baugrundrisiko tragen Sie als Bauherr. Es müssen die Boden- und Wasserverhältnisse bekannt sein, um die richtige Gründungs- und Abdichtungsart wählen zu können, um ungleichmäßige Setzungen zu vermeiden, weswegen Baugrunduntersuchungen notwendig sind.

Ein alter Stein oder ähnliches muss nicht zwangsläufig die rechtliche Grundstücksgrenze markieren. Die exakte Grenzvermessung und die Festlegung der Grundstücksgrenze ist Aufgabe des staatlich befugten und beeideten Ingenieurkonsulent für Vermessungswesen.

Aus Bodengutachten ermittelt man Gründungsempfehlungen, diese Unterlagen werdeb den Planer zur Verfügung gestellt, daraus wird die statische Berechnung erstellt. Diesen Daten sind für die Gründung und Fundamentsgrundlage wichtig.