Städtekongress in Wien: 120 City-Changer am Wort

In knapp sechs Wochen dreht sich in Wien alles um die nachhaltige Stadt. Zur Urban Future Global Conference werden rund 3.000 Teilnehmer aus über 50 Ländern erwartet. Interessierte können sich noch anmelden.

Wissenschaftler und Zukunftsstrategen berichten beinahe tagtäglich: Der weiter zunehmende Bevölkerungsdruck soll schon in allernächster Zukunft die urbanen Zentren in vielen Teilen der Welt an ihre Leistungsgrenzen bringen. Gleichzeitig erlebt der Ressourcenverbrauch ein Allzeithoch, die Belastungen für Mensch und Umwelt steigen. Nicht zuletzt, so die warnenden Stimmen, bedeutet der Klimawandel zusätzlichen Stress für große wie kleine Agglomerationen, die sich zudem den Herausforderungen, die die Globalisierung mit sich bringt, stellen müssen.

Wie hier regional gegengesteuert werden kann, an welchen Rezepten Stadtverantwortliche und Planer sowie viele Vordenker und Visionäre feilen, wird vom 28. Februar bis 2. März 2018 in der Messe Wien diskutiert.

Bei der Veranstaltung für nachhaltige Stadtentwicklung sind einmal mehr die sogenannten City-Changer am Wort. Laut Veranstalter haben 120 Experten aller Fachrichtungen ihr Kommen zugesagt, um über Mobilität, Stadtplanung, Kommunikations- und Ressourcenplanung im städtischen Kontext zu debattieren. Unter anderem mit dabei sind Johanna Kotipelto aus Finnland (Expertin für Crowd-Funding-Projekte im Bereich der Stadtverwaltung), Andrea Reimer (Stadträtin aus Vancouver: mitverantwortlich für den vielfach ausgezeichneten „Greenest City Action Plan“) sowie die Dokumentarfilmer David Gelber und Joel Bach, deren Werk „Years of Living Dangerously“ zum Thema Klimawandel mit dem Emmy-Award ausgezeichnet wurde.

patpitchaya/shutterstock.com © patpitchaya/shutterstock.com

Scheitern erlaubt, wenn später ein Licht aufgeht.

Scheitern erlaubt: „Cities FuckUp Night“

Der diesjährige City-Event wartet zudem mit einer Konzept-Premiere auf, die mit gängigen Tabus aufräumen und einer neue Lernkultur das Wort reden will: Im Rahmen der sogenannten „FuckUp Night“ werden Experten aller Couleur von (anfänglichen) Tiefschlägen und Fehlplanungen berichten. Dass sich die jeweiligen Sackgassen ihrer jeweiligen Erfahrung nach als Wendepunkte herausgestellt haben, soll, so die Intention der Formatentwickler, dem Publikum die Angst vorm Scheitern nehmen.

Vernetzungstreffen

Die mittlerweile jährlich veranstaltete Konferenz, die 2014 von Gerald Babel-Sutter in Graz aus der Taufe gehoben wurde, vereint Experten mit weiteren Entscheidern. Neben der Stadt Wien sind in der 2018er-Ausgabe rund 30 Partner an Bord: darunter die die Weltbank Gruppe, das europäische Städtenetzwerk „Eurocities, das Bürgermeisterkonvent „Covenant of Mayors“, das Forschungsinstitut LSE Cities, das Cities Programme des UNGlobal Compact sowie der WWF.

 


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Datum: 18.01.2018

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