Anforderungen an die Heizungsanlage

Aufgrund der Tatsache, dass die Energiekosten für die Heizwärme einen wesentlichen Anteil am jährlichen Haushaltbudget haben und das Umweltbewusstsein im Allgemeinen gestiegen ist, beginnt der Energiekonsument umzudenken und zu rechnen.

Die Heizungsanlage sorgt für behagliche Wärme in unseren Häusern. Für die thermische Behaglichkeit ist primär die Lufttemperatur entscheidend. Darüber hinaus spielen noch Wandtemperatur, Luftbewegung, sowie die Person selber (Kleidung, Tätigkeit, Alter) eine Rolle. Die Heizungsanlage sorgt für die passende Luft- und -zum Teil- auch Wandtemperatur, damit wir uns wohl fühlen.

 

Die Raumtemperatur soll in der Regel je nach Raum und Uhrzeit unterschiedlich einstellbar sein. Für diesen Komfort müssen ca. 40-50 % der jährlichen Energie eines Hauses für die Raumheizung aufgewendet werden. Die Energiekosten für die Heizwärme haben einen wesentlichen Anteil am jährlichen Haushaltbudget. Da das Umweltbewusstsein im Allgemeinen gestiegen ist, beginnt auch hier ein Umdenkprozess. In diesem Umfeld entstanden Randbedingungen, die zu neuen technischen Entwicklungen und Lösungen im Bereich Haustechnik führten. Verbesserte Wärmedämmung, passive Solarenergienutzung, kontrollierte Wohnraumlüftung etc. führen zu einer erheblichen Minderung der Heizlast von Gebäuden und in letzter Konsequenz zu Energiesparhäusern.

Der Einfluss auf das zeit- und temperaturabhängige Verhalten des Energieverbrauches ist groß und stellt somit neue Ansprüche an die Leistungsregelung des Systems. Die Wahl des richtigen Heizsystems sollte bei einem Neubau bereits in der Planungsphase überlegt werden. Auch bei einer Sanierung spielt die frühzeitige Planung eine wichtige Rolle. Zu beachten sind hier vor allem Brennstoffverfügbarkeit, Installationsaufwand, Um­weltverträglichkeit, etc. Denken Sie bei der Planung der Heizanlage auch an den Einsatz von Sonnenkollektoren. Zumindest technische Vorkehrungen wie Leerverrohrungen für den späteren Einbau einer Solaranlage sollten nicht fehlen.

Aus zuvor genannten Gründen sollte daher versucht werden, den Energiebedarf möglichst gering zu halten.

Hierfür notwendig sind:

  • Bereits in der Rohbauphase die baulichen Maßnahmen für einen möglichst geringen Wärmeverlust zu treffen. Dies geschieht hauptsächlich durch den Einsatz von hochwertigen Dämmmaterialien im Bereich von Außenwänden und Deckenbereichen, sowie dem Einsatz von hochwertigen Fenstern und Türen.
  • Unter Beachtung der vorhandenen Energieträger die spezifisch wirksamste Heizungsanlage auswählen.
  • Eine eventuelle Aufteilung des Wohnobjektes in verschieden Heizzonen und deren spezifische Regelung.
  • Die regelmäßige Wartung und Einstellung der Heizungsanlage, damit die optimale Energienutzung gewahrt bleibt.


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Datum: 08.10.2015

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