Erdwärmepumpe mit Flachkollektor

Im Gegensatz zur Erdwärmepumpe mit Tiefensonde wird bei der Variante mit Flachkollektoren nicht in die Tiefe gebohrt, sondern großflächig am Grundstück verlegt.

 

Es gibt zwei Arten von Erdwärmepumpen. Einerseits die Tiefenbohrung bzw. Erdsonde, die sich die Wärme von tief unten holen, andererseits die Erdkollektoren, die knapp unter der Oberfläche verlegt werden. Wenn Sie also ein großes Grundstück haben, sollten Sie zur verhältnismäßig kostengünstigen Erdwärmepumpe mit Kollektoren greifen.

Wohnfläche x 2 ist Kollektorenfläche

Für ein ca. 150 m² großes Wohnhaus benötigt es in etwa 300 m² Erdkollektoren. Wenn Sie pro Jahr 10.000 kwh mit einer Heizleistung von 4KW für die Wärmepumpe benötigen, sind das bei trockenem Boden etwa 300 m² Fläche und bei sehr feuchtem Boden etwa 80 m². Die Kollektoren werden in Schlangenlinien in ungefähr anderthalb Metern Tiefe eingegraben, damit sie auch unter der Frostzone bleiben. Die Erdkollektoren nehmen die Erdwärme auf, die durch die Sonneneinstrahlung und die natürliche Wärme des Bodens vorhanden ist. Diese wird an die Wärmepumpe weitergeleitet, wo diese verdichtet wird und schließlich als Heizenergie verwendet werden kann.

Die wichtigsten Voraussetzungen für die optimale Nutzung einer Erdwärmepumpe sind ein optimal gedämmtes Haus, Fußboden- oder Wandheizung, da diese mit niedrigen Temperaturen (ca. 35 °C – 40°C) effektiv die Wärme verteilen. Meist wird die Erdkollektorwärmepumpe bei Neubauten mit eingeplant und eingebaut, da das Grundstück bei einem Einbau im Nachhinein doch sehr in Mitleidenschaft gezogen wird. sind die Sondergenehmigungen, die man einholen muss.

Preis und Vorteile

Positiv ist, dass für die Flächenkollektoren keine ebene Verlegefläche nötg ist, sondern auch auf abschüssigem Gelände gearbeitet werden kann. Zudem ist für die Errichtung keine behördliche Einreichung nötig. Mit rund 300 Euro pro KW Heizleistung sind die Kollektorwärmepumpen klar billiger als die Erdwärmepumpen mit Erdsonden, bei denen sich der Preis zwischen 600 und Tausend Euro je Kilowatt Heizleistung bewegt.


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Datum: 29.09.2016

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