Heizung warten: Was mache ich, was der Profi?

Vor dem Start der Heizsaison sollten Sie Ihre Heizung unbedingt einem "Gesundheitscheck" unterziehen. Was Sie selbst machen können, und wofür ein Profi her muss, erfahren Sie hier.

Egal, ob Sie MieterIn oder HausbesitzerIn sind, bevor die Heizung das erste mal aufgedreht wird, sollte sie unbedingt einer kleinen Wartung unterzogen worden sein. Nicht nur, dass etwaige Schäden früh genug entdeckt und behoben werden können, bringt eine gut funktionierende und vor allem korrekt eingestellte Heizanlage einen großen Heizmehrwert und Ersparnisse bei den Heizkosten.

Was Sie selber tun können

Kontrollieren Sie, ob alle Heizkörper dicht sind, und ob der Wasserdruck in der Heizungsanlage stimmt. Den Wasserdruck im Heizsystem können Sie am Manometer am Heizkessel oder der Therme ablesen. Ein Mindest- und ein Maximaldruck sind darauf farblich markiert. Füllen Sie Wasser nur bis knapp unter der Maximalmarke ein, da sich das Wasser im Heizbetrieb noch etwas ausdehnt, und sich so der Druck in den Leitungen erhöht.

Entlüften Sie, wenn nötig, die Heizkörper. Schrauben Sie dazu am Heizkörper (meist gegenüber dem Heizungsregler) mit dem dafür notwenigen Spezialschlüssel das Entlüftungsventil auf, und warten Sie, bis Wasser aus dem Heizkörper rinnt. Dann fixieren Sie das Ventil wieder. Ist Luft in Ihrer Anlage, dann arbeitet diese nicht optimal. Sie erkennen dies auch leicht, wenn die Heizung in Betrieb ist und die Heizkörper nur in Teilbereichen warm werden oder gluckernde Geräusche von sich geben.

Das macht der Profi

Empfehlenswert ist es allemal, dass Sie sich einen Heizungsfachmann kommen lassen, der Ihre Anlage auf Herz und Nieren prüft. Vor allem, wenn es sich schon um ein älteres System handelt. Er wird je nach vorhandenem Heizsystem die zentralen sicherungs- und regelungstechnischen Einrichtungen überprüfen, Kessel, Wärmetauscher und Brenner inspizieren und reinigen sowie die Feuerungseinrichtung messen und einstellen. HInzu kommen der Austausch von Verschleißteilen wie Filter oder Brennerdüsen sowie eine ordentliche Abgasmessung. Er wird Ihnen übrigens auch sagen, ob es vielleicht doch Zeit wird, Ihr Heizsystem oder zumindest die Wärmeabgabesysteme zu modernisieren, da sie zuviel Energie verbrauchen.

Noch effizienter heizen

Und nun noch ein paar Tipps,durch deren Befolgung Sie noch effizienter heizen können:

  • Dämmen Sie die Verteil-Leitungen: Es stimmt schon, dass die Leitungen, die in den Zimmern verlaufen und nicht gedämmt sind, mitheizen. Aber ihre Wärme ist nicht regelbar. Der Heizkörper selbst kann noch so minimal eingestellt sein, die Heizrohre heizen immer voll mit.
  • Installieren Sie Thermostatventile: Thermostate am Heizkörper sorgen ganz einfach für die gewünschte Temperatur. Sie regeln abhängig von ihrer Umgebungstemperatur über ein Ventil einen niedrigeren oder höheren Durchfluss des Warmwassers für den Heizkörper.
  • Tauschen Sie die Heizkörper: Alte, für heutige Verhältnisse zu kleine Heizkörper benötigen oft recht hohe Vorlauftemperaturen von bis zu 90 °C. Das ist mit modernen Heizsystemen nicht mehr vereinbar. Ein Tausch der Radiatoren hilft hier sparen!


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Datum: 13.10.2016

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