Gießen: die wichtigsten Regeln

Jede Pflanze braucht Wasser. Das ist auch dem laienhaftesten Hobbygärtner klar. Doch: Was muss wann und wie oft und wie viel gegossen werden? Und welchen Einfluss hat die Witterung? Wir haben für Sie die wichtigsten Grundregeln zum Thema gießen zusammengestellt.

Beginnen wir mit den neu gepflanzten Arten. Eine kleine Pflanze sollte beim Pflanzen so lange in einen Topf mit Wasser getaucht werden, bis sie sich komplett angesogen hat, und danach gesetzt werden – dieses Prinzip gilt grundsätzlich für alle Topfpflanzen. Bei Pflanzen mit Erdballen wird zuerst gepflanzt und dann die offene Baumgrube Wasser angefüllt und dann erst mit Erde geschlossen. Danach wird ein Gießrand angelegt, um später gut gießen zu können.

Intervalle und Wassermenge

Wenn eine Pflanze neu gepflanzt ist, hat sie noch keinen Abschluss mit der umgebenden Erde und keine Verwurzelung – daher ist sie besonders empfindlich für Vertrocknen oder Überwässerung. Kleinere Pflanzen müssen bei Hitze täglich gegossen werden, größere Topfpflanzen drei- bis viermal pro Woche und bei großen Pflanzen reicht es unter Umständen auch aus, einmal pro Woche zu gießen.

Auch die Gießmenge muss entsprechend angepasst werden: Bei kleineren Pflanzen sollte es ca. eine Gießkanne pro m² und Tag sein, bei größeren in der Regel das Doppelte in größeren Intervallen. Bei großen Gehölzen gießt man ein- bis zweimal pro Woche so, dass das Wasser bis in die tieferen Regionen versickern kann, bei einer Eibe also gut zehn Liter.

Achtung - die Dosis macht's

Ohne Wasser können Pflanzen nicht überleben und müssen vertrocknen. Andererseits kann die Pflanze auch zu viel Wasser nicht überleben, da die Wurzeln ersticken und abfaulen, und die Pflanze auch oberirdisch abstirbt. Hier liegt auch ein großes Problem: Optisch sehen Trocken- und Nässeschaden an der Oberfläche gleich aus. Dies kann man sehr gut umgehen, indem man vor der Pflanzung feststellt, ob das Wasser auch versickern kann: Einfach die Grube vorbereiten, mit Wasser anfüllen und beobachten. Idealerweise sollte das Wasser nach ein paar Minuten versickert sein. Große Bäume brauchen in etwa 100 bis 150 Liter Wasser, einmal pro Woche.

Bestehende Anlagen gießen

Die zweite große Frage ist jene der Bewässerung von Anlagen, die schon vor Jahren gepflanzt wurden. Hier muss beachtet werden, ob es sich um Bereiche handelt, in denen die natürliche Nässe (Regen, Tau etc.) der Pflanze bereits Wasser zuführt, und wie dieses zur Pflanze gelangt. Liegt Farn etwa unter einem Baum, so wird dieser bereits einen Großteil des Wassers abfangen. In solchen Fällen muss mit der Bewässerung individuell vorgegangen werden. Variiert werden sollte vor allem beim Intervall, nicht bei der Menge. So bekommt man das Wasser in größere Tiefen und macht die Pflanze resistenter gegen Austrocknung.


AutorIn:

Datum: 12.05.2015

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Pflanzen

Was im Lebensmittelbereich längst gang und gäbe, fehlte im Gartenbau bislang: klare Rückstands-Grenzwerte von Pestiziden, reglementiert durch den Gesetzgeber. bellaflora und GLOBAL 2000 wurden nun selbst aktiv.

Zünsler und Triebsterben haben dem Buchsbaum in den letzten Jahren stark zugesetzt. Aus immer mehr heimischen Gärten und Vorplätzen mussten die kranken, welken Sträucher entfernt werden. Doch es gibt gute Alternativen.

Auch der Innenausbau und die Einrichtung Ihres Wintergartens sollten gut geplant sein. Warme Wintergärten eignen sich besonders gut als Pflanzhaus.

Der winterliche Garten kann auch bunt sein. Zahlreiche Winterblüher erfreuen das Gärtnerherz in den grauen Monaten, so sie rechtzeitig im Jahr gesetzt wurden. Hier ein Überblick über die beliebtesten Winterblumen.

Sie wird als „der Brotbaum der Forstwirtschaft“ bezeichnet und ist der mit Abstand am häufigsten vorkommende Baumart in den heimischen Wäldern. Die Fichte – geliebt und verflucht zugleich.

Sie sind gelb, orange, messing- und kupferfarben oder tiefrot – die Herbstfärber erleuchten unsere Gärten in den trüben Monaten des Jahres und sind wunderbare Hingucker. Wir stellen Ihnen hier die wichtigsten vor.

Sie werden abgeholt, professionell verwahrt und gepflegt. Zahlreiche Gärtnereibetriebe bieten im Winter einen Rundumservice für Ihre empfindlichen Kübelpflanzen an.

Damit Sie im Frühjahr die bunte Pracht Ihrer selbst gezogenen Tulpen genießen können, muss bereits im Herbst dafür gesorgt werden. Die Tulpenzwiebel müssen noch vor dem Winter unter die Erde.