Spengler verarbeiten vor allem dünne Bleche, im Gegensatz zum Schlossern, die Metallprofile und Metallplatten in größeren Stärken bearbeiten.
Wurden ursprünglich Bleche mit z.B. Rostschutzanstrichen verwendet, so werden heute zumeist hochwertige nicht rostende Materialien wie Kupfer, Titanzink, Aluminium, etc. verwendet. Die etwas höheren Kosten dieser Materialien bieten aber Vorteile: Langlebigkeit und geringer Wartungsaufwand.
Als Alternative zu anderen Dachdeckungen werden diese Materialien auch in Sonderformen wie zum Beispiel aus Metall vorgefertigten “Dachschindeln”, Rhomben (Falzschablone), Dachplatten, Wellplatten usw. hergestellt und entsprechend dem jeweiligen System zur Dach-Deckung verwendet.
Materialverträglichkeit
Zwischen verschiedenen Metallen findet bei Vorhandensein von Feuchtigkeit immer ein Ionentransport statt. Eines der Metalle bildet dabei die Anode, das andere die Kathode. An beiden dieser Pole treten Korrosionserscheinungen auf, welche in Abhängigkeit der Kombination der Metalle mehr oder weniger zerstörend sind.
Bei Spenglerarbeiten sind daher diese Zusammenhänge zu beachten, um Bauschäden zu vermeiden.
Keine Probleme verursacht die klassische Vorgehensweise, sämtliche Teile aus dem gleichen Material herzustellen.
Die mit einander unverträglichen Metalle sind konstruktiv von einander zu trennen. Es ist auch darauf zu achten, daß durch herabfließendes Regenwasser Metallionen transportiert werden und auf darunter liegenden Metallteilen die selben Korrosionserscheinungen hervorrufen.
Verfärbungen von Bauteilen können auch dann auftreten, wenn Regenwasser von einem Metalldach auf darunter gelegene Mauerteile trifft. Bei Kupferdächern bilden sich auf den betroffenen Bauteilen bläulich - grüne Ablagerungen. Um solche Problemstellen zu vermeiden, ist für eine gute Regenwasserableitung an allen kupfergedeckten Bauteilen zu sorgen.
Folgende Tabelle gibt einen Überblick, wie sich welche Metalle gegenseitig beeinflussen: