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Wandtypen - ein Lexikon der Begriffe

Tragende Wände - Nichttragende Wände
Generell unterscheidet man in tragende und nichttragende Wände. Nichttragende Wände nehmen außer ihrer Eigenlasten keine zusätzlichen Lasten z.B. von auf ihnen aufliegenden Decken auf.

Außenwände
Wände, die auf einer Seite der Witterung ausgesetzt sind, werden Außenwände genannt. An diese Wände werden besondere wärme- und schallschutztechnische Anforderungen gestellt und sind in der Regel tragende Wände.

Feuermauer
Stehen die Außenwände zweier Gebäude aneinander und ist jedes für sich ein Brandabschnitt, werden diese Wände als Feuermauern bezeichnet. Bei diesen aneinanderliegenden Wänden sollten als Trennschicht nicht brennbare Materialien verwendet werden (andernfalls wäre zwar die Brandbeständigkeit nicht beeinträchtigt, im Brandfall wäre aber die Trennschicht nicht zu löschen, dieser Schwelbrand könnte tagelang anhalten.

Trennwände
Trennwände sind Wände zwischen bestimmten Abschnitten innerhalb eines Hauses z.B. eine Wohnungstrennwand zwischen 2 verschiedenen Wohnungen. Diese Wände haben unter anderem erhöhte Anforderungen betreffend Schallschutz zu erfüllen. Dabei können sie sowohl tragende als auch nichttragend Wände sein.

Zwischenwände
Zwischenwände sind Wände innerhalb des Hauses wo auf beiden Seiten die gleiche Raumsituation vorliegt. In der Regel sind diese Wände nichttragend.

Brandschutzwand
Brandschutzwände sind Wände welche Brandabschnitte voneinander trennen bzw. Fluchtwege oder Stiegenhäuser für einen gewissen Zeitraum vor Bränden schützen. In solchen Wänden müssen sämtliche Öffnungen (Türen, Fenster, Leitungsdurchführungen usw. entsprechend der Wandqualität (z.B. F60 / EI 60) ausgebildet sein, wobei es bei Türen und Fenstern Erleichterungen (z.B. G60 / E 60 bei Glas) gibt.

Zweischalige Außenwände
Außenwände können auch zweischalig ausgebildet werden. Die innenliegende Schale ist die tragende Wand, die außenliegende Schale ist die Vormauerung. Der Raum zwischen Wand und Vormauerung wird für Hinterlüftung und Wärmedämmung genutzt.

 

Die Vormauerung ist meist mittels Stahlbügeln oder Spezialankern mit der tragenden Wand verhängt und wird im unteren Bereich bzw. in Sturzbereichen mittels Tragkonstruktionen aus Stahlprofilen verstärkt und verbunden.

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Helmut Melzer
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