Edel und traditionell: Wohntrend Filz

Filz ist ein reines Naturprodukt und spielt eine besonders große Rolle in der aktuellen Interieursaison. Was aus dem wandlungsfähigen Material abseits von Patschen gemacht werden kann? Sehen Sie selbst.

Filz ist hautfreundlich, luftdurchlässig, elastisch und kann Hitze wie auch Kälte wunderbar isolieren. Das nachhaltige Naturprodukt ist zurzeit der Liebling schlechthin zahlreicher InterieurdesignerInnen und EinrichtungsexpertInnen. Ob Vorhang, Teppich oder Kissenbezug, Wandpanelle, Sitzunterlagen oder praktische Aufbewahrungsbehälter. Mit dem eleganten Allrounder lässt sich alles machen.

Filz ist Wolle plus…

Das Material ist bereits aus der Steinzeit bekannt und kann aus beinahe allen Naturfasern – Baumwolle, Seide, Hanf, Tierhaare – und sogar Kunstfasern wie Polyacryl herstellt werden. Hauptsache Wollfäden sind mit im Spiel. Die Filzherstellung ist – wenn sie manuell vonstatten geht – eine sehr aufwändige, mühevolle Arbeit, egal ob es sich um Nadelfilz oder Walk- bzw. Pressfilz handelt. Den meisten von uns ist das Filzwalken ein Begriff: Die Schafwolle wird mit warmem Wasser und Seife so lange gewalkt, also „geknetet“, bis sie verfilzt. Beim Pressfilz werden die einzelnen Wollflecken übereinander gelegt und mit Dampf bzw. Seifenlauge angefeuchtet. Dann wir so lange gepresst und geklopft, bis ein fester Filz entsteht.

Anders beim Nadelfilz. Hier werden die Woll- und anderen Fasern mit Nadelplatten aus bis zu einer Viertelmillion Nadeln mechanisch miteinander verbunden. Die Nadeln sind mit Widerhaken versehen, die die Fasern ins Innere des Gewirkes ziehen und verfestigen. Im Gegensatz zum gewalkten Filz können bei dieser Variante auch Synthetikfasern, Kunstgarne und Naturfasern eingesetzt werden.

Viele positive Eigenschaften

Filz besticht durch seine Optik, er ist ein sehr dichtes, robustes und trotzdem leichtes Material, das in den allermeisten Fällen Natur pur beinhaltet, er fühlt sich weich und anschmiegsam an, kann einfach per Hand mit warmer Seifenlauge gereinigt werden, und Sie können ihn einfach zuschneiden, ohne dass ein Saum nötig würde. Negativ ist sein Verhalten bei Nässe. Nicht nur, dass Filz sich verformt, wenn er feucht wird (problematisch nach dem Waschen), er braucht auch ewig zum Trocknen. Noch ein Tipp: Achten Sie auf hochwertige Qualität. Spätestens wenn Sie ein Filzaccessoire zum ersten mal säubern und der Filz danach steinhart wird, wissen Sie, dass Sie am falschen Ende gespart haben.


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Datum: 19.09.2017

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