Welche Badarmatur soll es sein?

Armaturen sind mehr als Mittel zum Zweck. Sie verschönern Waschbecken, Wanne und Dusche und untermalen die Hochwertigkeit des Interieurs. Modernes Design, beste Technik und qualitative Materialien überzeugen.

Wenn es ums Material geht, sind Armaturen aus Edelstahl oder Chrom nach wie vor Spitzenreiter in heimischen Badezimmern. Doch auch Kunststoff- oder Stahlarmaturen, lackiert in Weiß oder Schwarz finden sich im modernen Bad. Und selbst die Goldarmatur hat noch nicht ausgedient.

Design, das überzeugt

Immer mehr DesignerInnen nehmen sich der Gestaltung von Armaturen, ja ganzer Armatur-Serien an und bringen so Anmutigkeit, Eleganz oder Ausgefallenheit in unsere Badezimmer. Folge der modernen Badgestaltung mit solitär positionierten oder in den Boden versenkten Wannen sowie aufgesetzten Waschschüsseln sind die freistehenden, bodenmontierten Armaturen. Sie kommen meist in Chrom (glänzend oder matt), gebürstetem Edelstahl oder auch Weiß daher. Einerseits wirken die Armaturen fragil und beinahe zerbrechlich, die Formensprache ist dabei aber ganz klar, zurückgenommen und schnörkellos.

Villeroy & Boch © Villeroy & Boch

Und die Technik?

  • Der Begriff Einhebelmischer erklärt bereits die Funktionsweise dieser Armaturenart. Mit einem Hebel oder Bügelgriff wird die gewünschte Wassertemperatur angesteuert und dementsprechend kaltes und warmes Wasser gemischt.
 
epr/Kludi © epr/Kludi

  • Der Öffnungswinkel des Griffes bestimmt den Wasserfluss. Vorteil: Mit einer Hand lassen sich schnell und gezielt Wassermenge und Temperatur regeln. Einhebelarmaturen gibt es mit festem Auslauf, mit hohen schwenkbaren Ausläufen oder auch mit einem ausziehbaren Auslauf, ideal zum Haare waschen im Waschbecken.
  • Zwei Griffe an der Armatur - links für Warmwasser, rechts für Kaltwasser - müssen bei der Zweigriffarmatur geöffnet werden, damit wohltemperiertes Wasser fließt. Da hier mit der Hand gefühlt wird, wann die Temperatur angenehm ist, liegt der Verbrauch an Wasser und Heizenergie bei Zweigriffarmaturen geringfügig höher als bei Einhebelmischern.  
epr/Ramon Soler © epr/Ramon Soler

  • Die Dreilocharmatur besteht aus drei sichtbaren, separaten Teilen auf dem Waschtisch oder an der Wand: dem Kalt- und dem Warmwasserventil sowie dem Wasserauslauf. Die Funktionsweise bei der Bedienung ist identisch mit der Zweigriffarmatur.
  • Aufputz- und Unterputz Armaturen: Als Aufputz wird in der Installationsfachsprache alles bezeichnet, was vor dem Putz, also auf der Wand sichtbar ist. Bei Unterputzarmaturen wird ein Teil der Armatur, das so genannte Grundset, in die Wand verlegt. Wichtig sind diese Unterscheidungen insbesondere in der Dusche und an der Wanne. Auch am Waschbecken kann die Armatur unter Putz  verlegt werden. Unterputzwaschtischarmaturen gibt es als Einhebelmischer oder aber als 3- Loch-Variante.


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Datum: 14.07.2016

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