So erneuern Sie die Fugen im Bad

Die Fugen im Badezimmer brauchen eine Generalüberholung. Erfahren Sie hier, was es beim Fugen erneuern zu beachten gibt, und wie Sie Schritt für Schritt vorgehen.

Die zu verschließenden Fugen sollten immer staubfrei und sauber sein, da Nässe und Staub den Halt beeinträchtigen und die Fuge leicht wieder aufreißen lassen. Grundsätzlich wird zwischen Acryl- und Silikonfugen unterschieden. Egal, welches Material, die Fugen sollten möglichst nie breiter als einen Zentimeter sein, da die Flexibilität der Fuge sonst nicht mehr gewährleistet ist und es viel leichter zu Rissen und Läsionen kommt.

Intakte Fugen sind wichtig

Egal wie professionell gearbeitet wurde, nach einiger Zeit wird das Material einfach müde, und die Fugen beginnen zu reißen der zu bröckeln. Um Schimmel zu vermeiden, sollten Sie rasch reagieren, und kaputte Fugen unbedingt sofort erneuern. Übrigens: Damit die neuen Fugen auch lange schön und heil bleiben, sollte stehende Nässe unbedingt vermieden werden. Wischen Sie die Fugen also regelmäßig trocken und reinigen Sie sie ab und zu mit Alkohohl. Hässliche Stockflecken und Schimmel wird es bei Ihnen dann nicht geben!

Und so funktioniert's:

1. Schritt: Mit einem spitzen Werkzeug, am besten einem Messer, wird die alte Dichtmasse angestochen. Durch Schieben und Ziehen können Sie dann die Masse aus der Fuge herausschneiden bzw. herauskratzen. Ein Tipp: Kleben Sie den Rand bei einer Acrylwanne mit einen Kreppband ab, um Kratzer durch ein Ausrutschen zu vermeiden.

2. Schritt: Die alte Fuge gründlich reinigen. Mit einem Tuch die Reste entfernen und mit Alkohol oder Nitroverdünnung gründlich säubern.

3. Schritt: Abdecken. Damit die neue Fuge sauber aussieht und die richtige Breite hat, kleben Sie die Fugenränder am besten vor dem Verfugen mit Maler-Krepp oder einem Sica Band ab. Die meisten Profis machen das nicht, was aber schlicht daran liegt, dass sie meist besser mit der Silikonspritze umgehen können.

4. Schritt: Nun können Sie mit der Kartuschenpistole oder dem Spender die Fugendichtmasse gleichmäßig in die Fuge einbringen. Nicht zu viel und nicht zu wenig Silikon zu verwenden, ist die große Kunst dabei. Wichtig ist, das Silikon möglichst in einem Zug mit Druck in die Fuge zu pressen, damit etwaige Hohlräume dahinter auch gefüllt werden. Das wird sehr oft vergessen.

5. Schritt: Damit alles dicht wird und gut aussieht, gibt es einen simplen Trick. Besprühen Sie das Silikon mit einer Mischung aus Spülmittel und Wasser. Am besten funktioniert das mit einer herkömmlichen Blumenspritze. Wenn Sie mit Acrylat oder Polymer arbeiten, dann sollten Sie aber nur mit klarem Wasser sprühen und das Spülmittel weglassen.

6. Schritt: Überschüssige Dichtmasse wird nun mit dem Glätt-Cutter abgezogen. Alternativ zum Glätt-Cutter, der nichts anderes als eine weiche Spachtel mit definiertem Radius ist, sind selbgemachte Abzieher. Manche Profis verwenden auch einfach Eislutscherstäbchen, oder schleifen sich aus Holz bzw. Kunststoff ein ähnliches Werkzeug.


AutorIn: (21.09.2016), ursprüngl. (20.04.2010)


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