Begriffsbestimmungen im Sinne des BauKG

Das Bauarbeitenkoordinationsgesetz, kurz BauKG, soll Sicherheit und Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer auf Baustellen durch die Koordinierung bei der Vorbereitung und Durchführung von Bauarbeiten gewährleisten. Hier die wichtigsten Begriffsbestimmungen.

Kennen Sie sich im Dschungel der Baubegriffe nicht aus? Wir haben die wichtigsten Begriffe und ihre Definition aus dem Bau KG, welches auf alle Baustellen anwendbar ist, für Sie zusammengefasst:

Der Bauherr ist eine natürliche oder juristische Person, in deren Auftrag ein Bauwerk ausgeführt wird. Ein Projektleiter ist eine natürliche oder juristische Person, die vom Bauherrn mit der Planung, der Ausführung oder der Überwachung der Ausführung des Bauwerks beauftragt ist.

Baustellen sind zeitlich begrenzte oder ortsveränderliche Baustellen, an denen Hoch- und Tiefbauarbeiten durchgeführt werden. Dazu zählen insbesondere folgende Arbeiten: Aushub, Erdarbeiten, Bauarbeiten im engeren Sinn, Errichtung und Abbau von Fertigbauelementen, Einrichtung oder Ausstattung, Umbau, Renovierung, Reparatur, Abbauarbeiten, Abbrucharbeiten, Wartung, Instandhaltungs-, Maler- und Reinigungsarbeiten, Sanierung.

Die Vorbereitungsphase ist der Zeitraum vom Beginn der Planungsarbeiten bis zur Auftragsvergabe, während die Ausführungsphase ist der Zeitraum von der Auftragsvergabe bis zum Abschluß der Bauarbeiten.

Koordinator für Sicherheit und Gesundheitsschutz für die Vorbereitungsphase (Planungskoordinator) ist eine natürliche oder juristische Person, die vom Bauherrn oder Projektleiter mit der Durchführung der in § 4 genannten Aufgaben für die Vorbereitungsphase des Bauwerks betraut wird.

Koordinator für Sicherheit und Gesundheitsschutz für die Ausführungsphase im Sinne dieses Bundesgesetzes (Baustellenkoordinator) ist eine natürliche oder juristische Person, die vom Bauherrn oder Projektleiter mit der Durchführung der in § 5 genannten Aufgaben für die Ausführungsphase des Bauwerks betraut wird.

Selbständiger ist eine Person, die nicht Arbeitgeber oder Arbeitnehmer ist und die ihre berufliche Tätigkeit zur Ausführung des Bauwerks ausübt.

Wenn auf einer Baustelle gleichzeitig oder nacheinander Arbeitnehmer mehrerer Arbeitgeber (also mehrerer Professionisten) tätig werden, hat der einen Planungskoordinator für die Vorbereitungsphase und einen Baustellenkoordinator für die Ausführungsphase zu bestellen. Dieselbe Person kann Planungs- und Baustellenkoordinator sein. Der Koordinator muss seine Zustimmung zur Übertragung (d.h. Übernahme) der diesbezüglichen Pflichten des Bauherrn geben.


AutorIn:

Datum: 16.01.2018

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Bauplanung

Tageslichtarchitektur meint die bestmögliche Ausnutzung von Tageslichterträgen im Gebäudeinneren. Was bei der Planung zu beachten ist, und welche Rolle Wärmeentwicklung, Stromsparen und Wärmeschutz dabei spielen, erfahren Sie hier.

In den verschiedenen Phasen eines Hausbauprojektes wirkt das Baumanagement koordinierend und unterstützend. Erfahren Sie hier, was genau Ihr professioneller Support zu tun hat.

Als BauherrIn haben Sie nicht nur die Kosten für das Grundstück und die Errichtung des Gebäudes zu bezahlen; es fallen weitere Kosten an, die nicht selten unterschätzt werden.

Wer übernimmt welchen Auftrag in Ihrem Bauprojekt? Vergabeverfahren und die dazugehörigen Verhandlungen sollen nicht primär den Preis drücken, sondern den Bestbieter herausfinden.

Das Empfinden von Wärme und Kälte ist immer subjektiv. Optimale Klimawerte sind abhängig vom Alter, Geschlecht, Bekleidung und Tätigkeit. Als Richtwerte gelten Temperaturen zwischen 18 und 23°C bei einer Luftfeuchtigkeit von unter 60%.

Ein individuell geplantes und realisiertes Einfamilienhaus, dessen Stil, Bauweise, Materialien und Budget gemeinsam mit einem Architekten besprochen und fixiert werden, das ist ein Architektenhaus.

Schall ist mechanische Bewegungsenergie von durch Druckschwankungen in Schwingung gesetzten Teilchen. Schallträger sind fester Körper oder Luft, die die Schwingungsimpulse an ihre Umgebung weitergeben.

Ein Gebäude muss nicht nur vor Regen und Bodenfeuchtigkeit schützen, es sollte auch die im Inneren entstehende und abgegebene Feuchtigkeit so nach außen leiten ohne, dass das Gebäude Schaden nimmt.

Bodenmechanik ist die Wissenschaft, die sich mit dem mechanischen Verhalten des Bodens als Baugrund und Baustoff beschäftigt. Von den Ergebnissen wird Bebaubarkeit, Standsicherheit und Setzungsgefahr abgeleitet.