Schützen Sie Ihr Holz!

Holz ist ein natürlicher und sehr gut wämedämmender Baustoff. Oberflächenbehandlung ist nicht Voraussetzung, kann aber die Lebensdauer wesentlich verlängern. Lesen Sie mehr über Holzbehandlung und Anstrichtechniken.

Holzschutz allgemein

Holz ist ein natürlicher, sehr gut wärmedämmender Baustoff. Es kann ohne Oberflächenbehandlung ebenso im Außenbereich verwendet werden, denn bei der richtigen Holzauswahl und überlegten Planung hat Holz eine lange Lebensdauer. Dennoch kann die richtige Oberflächenbehandlung die Lebensdauer von Holz wesentlich verlängern.

Druckimprägnierung

Dabei wird Holz durch ein technisches Verfahren konserviert. Somit ergibt sich ein dauerhafter Tiefenschutz. Druckimprägnierte Hölzer sind zwar bis tief ins Innere geschützt, die Oberfläche kann aber schnell durch UV-Strahlen grau werden und durch vielfältige Witterungseinflüsse reißen. Ein zusätzlicher Oberflächenschutz ist anzuraten.

Behandlung

  • Holzoberfläche reinigen
  • Wenn Sie das Holz mit einem feuchten Schwamm anfeuchten, richten sich die Fasern auf, und können beim Schleifvorgang entfernt werden. Das Holz bekommt dadurch eine schönere Oberfläche.
  • mit Schleifpapier abschleifen (Körnung 100) und den Staub entfernen.
  • in Voranstrich mit Holzschutzgrund verbessert die Haftung des Anstrichs. Grundieren Sie das Holz immer in Faserrichtung, die Farbe zieht so gut ein und trocknet schneller.
  • Anstrich: Lack, Lasuren & Beizen, Wachse mit Pinsel bzw. Tuch (Ballenmattierung) auftragen.

 

Lackieren

Bevor Sie das Holz lackieren, muss das Holz nochmals gründlich geschliffen werden. Entstauben Sie das Holz gründlich. Grundiert wird das Holz immer in Faserrichtung. Die Farbe zieht so gut ein und trocknet schneller. Lackiert wird (nach sorgfältigen Vorarbeiten) in folgenden Schritten: 1 x grundieren mit Klarlack, zwischenschleifen und entstauben, fertiglackieren. Jede Schicht muss vollständig durchtrocknen, da es sonst zur Runzelbildung (Orangenhaut) kommt.

Beizen

Holzbeize ist nur für Holzflächen innen und für Möbel geeignet. Für den Außenbereich werden Lasuren eingesetzt. Möchten Sie Ihren Lasuranstrich auffrischen, müssen zuerst mürbe Oberflächen abgeschliffen werden. Perfekt und bequem wird es mit der Rotorbürste mit Sisalborsten. Sind die Schleifarbeiten erledigt, stauben Sie alles gründlich ab. Rühren Sie jetzt die Lasur gut durch. Tragen Sie die Lasur auf den sanierten Rahmen auf. Im Innenbereich verwenden Sie eine Klarlacklasur, da die inneren Flächen von Witterungseinflüssen nur wenig beansprucht werden.

Ballenmattierung

Eine klassische Technik der Holz- Oberflächenbehandlung ist die Ballenmattierung. Sie lässt das Holz lebendiger und die Maserung intensiver wirken. Tragen Sie mit einem fusselfreien Leinenstoff die Mattierung Strich für Strich auf die grundierte Fläche auf. Als Grundanstrich wird ein Schnellschleifgrund verwendet, welcher mit einem Lackierpinsel flott und füllend aufgebracht wird. Danach schleifen Sie vorsichtig mit 220er Schleifpapier und wenig Druck, entstauben und lackieren fertig.

Wachsen

Holzwachse schützen die Oberflächen, ohne sie zu versiegeln. Sie verschließen die Holzporen nicht, das Holz kann "atmen". Holz zu wachsen ist nicht schwer. Das feste Wachs wird mit einem Leinen- oder Jerseytuch aufgerieben. Der seidige Glanz entsteht durch das Einbürsten oder Nachpolieren mit einem feinen Vlies.

Schwindet der Glanz im Laufe der Zeit, so kann die Oberfläche ganz einfach wieder aufgefrischt werden. Flüssiges Holzwachs gibt es farblos und in transparenten Farbtönen. Schütteln Sie den Inhalt vor dem Gebrauch kräftig auf, und tragen Sie anschließend das Wachs mit einem Leinen- oder Jerseytuch zweimal auf. Die Flächen sind, nachdem sie mit einer Bürste nachbehandelt werden, wasserabweisend.

Holzwürmer & Co

Die Sanierung eines Baus sollte genau geplant sein - damit Sie später nichts bereuen müssen. Erfahrungsgemäß wird der mit einer Sanierung verbundene Arbeitsaufwand generell beträchtlich unterschätzt. Sparen Sie nicht am falschen Fleck, sondern achten Sie auf Qualität; denn sonst vergrößert sich der Schaden. Zudem wird die Wohnqualität mitunter ebenfalls beeinträchtigt. Lassen Sie sich deshalb eingehend im Fachhandel beraten.

Entfernen Sie z.B. Harzgallen mit einer Griffspachtel und sperren Sie sie mit einem Nitro- oder Schellack ab. Gegen Holzwürmer finden Sie ungiftige Holzschutzmittel auf Wasserbasis.


Autor:

Datum: 24.08.2011

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