Grundwasser hat in der Baugrube nichts verloren

Für den Fall, dass Grundwasser in der Baugrube auftritt, muss dagegen vorgegangen werden. Diese Grundwasserabsenkung nennt man Wasserhaltung.

Gewöhnlich tritt bei Baugruben nur Niederschlagswasser auf, welches auch nur bei bindigen, sprich feinkörnigen Böden (Lehm, Ton, Schluff) gesondert abgeführt werden muss.

Für den Fall, dass sich die Baugrube jedoch in solchem Boden befindet, wo Grundwasser in der Baugrube auftritt, ist es notwendig, den Grundwasserstand zu senken, um das Bauwerk im Trockenen herzustellen. Diesen Vorgang nennt man Wasserhaltung und es gibt mehrere Möglichkeiten vorzugehen.

  1. Offene Wasserhaltung: Die einfachste Art, eine Baugrube im Grundwasserbereich trocken zu halten.
  2. Wasserhaltung mit Pumpensumpf: Das anfallende Wasser fließt in den Pumpensumpf, von dort wird es abgesaugt.
  3. Verdeckte Wasserhaltung: Bohrbrunnen in einem Abstand von 5-15 cm werden angelegt und fortwährend abgepumpt.


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Datum: 24.05.2005

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