Blechdach-Kaltdach
Ein Blechdach zeichnet sich durch Bruchfestigkeit, Beständigkeit und ob der korrosionsfreien Materialien durch Wartungsfreiheit aus.
Blechdächer werden grundsätzlich als Kaltdächer ausgeführt. Auf einer Holzschalung, unter der die Hinterlüftung angeordnet ist, wird das Blech in Bahnen montiert. Je nach Vorschrift des Herstellers wird auf der Holzschalung zuerst eine Trennlage aufgebracht, anschließend werden die Hafter montiert.
Hafterverbindung
Hafter verbinden die Blechdeckung mit der Holzschalung. Sie werden entlang den Verbindungen der Blechbahnen, den Fälzen, angeordnet und in diese eingearbeitet.
Neben dem verwendeten Material bildet die Ausbildung der Fälze die zweite wesentliche Einflußgröße für das Aussehen des Daches.
Falzausbildung
Folgende Falzausbildungen sind üblich:
- Doppelstehfalz
- Winkelstehfalz
- Leistendach
Während bei Doppelsteh- und Winkelstehfalz die Bleche ineinander gelegt werden, wird bei der Leistenverbleichung zwischen den Blech-Scharen eine Holzleiste verlegt, die zu Aufnahme von Befestigungsmitteln dient und mit einer Leistenkappe abgedeckt wird.
Diese Fälze liegen in vertikaler Richtung und verbinden die neben einander liegenden Blechbahnen. Werden keine Blechbahnen sondern Blechtafeln verwendet, sind Querfälze erforderlich, die ebenfalls in unterschiedlichen Ausprägungen hergestellt werden: einfacher Querfalz, einfacher Querfalz mit Zusatzfalz und doppelter Querfalz.
Temperaturbewegungen
Da sich Metalldeckungen unter Temperatureinfluß dehnen und Zusammenziehen, müssen bei Blechdächern diese Bewegungen berücksichtigt werden. Dies geschieht einerseits durch Anordnung von festen und beweglichen Haftern, und durch bewegliche Ausführung der Querfälze. Die Fälze an der Traufe (bei dem Übergang zur Dachrinne) müssen als Schiebefälze ausgeführt werden. Dort ist die Bewegung der Blechbahnen am größten.
Schneerechen
Um zu verhindern, daß im Winter Schnee in die Dachrinne rutscht und diese beschädigt, ist es erforderlich, Schneerechen anzuordnen. Diese bestehen im Allgemeinen aus horizontal angeordneten Metallrohren, die an den vertikalen Fälzen montiert werden.
Aufbaumaterialien
Der Dachaufbau eines mit Blech gedeckten Daches ist folgender:
| Schicht |
Nutzen |
| Blecheindeckung |
aus den oben beschriebenen Metallen |
| Trennnlage |
aus Bitumenglasvlies, schützt die Metalldeckung vor Kondensationsfeuchtigkeit und Holzschutzmitteln der Schalung, reduziert außerdem die Regengeräusche, die im Inneren des Hauses zu hören sind. Von vielen Firmen wird in letzter Zeit empfohlen, auf die Trennlage zu verzichten. Man sollte diesen Rat nicht befolgen |
| Schalung |
bestehend aus Holz, bildet die ebene Grundlage für die Montage der Blecheindeckung |
| Hinterlüftung |
dient dem Temperaturausgleich der Ober und Unterseite des Metalldeckung und kann Feuchtigkeit abführen. Da Blechdächer grundsätzlich als Kaltdächer ausgeführt werden, ist die Hinterlüftung unumgänglich |
| Wärmedämmung |
muss bei ausgebauten Dächern den Bauordnungen entsprechend aus mindestens 16 cm Mineralwolle bestehen und wird im Allgemeinen zwischen den Dachsparren angeordnet |
| Dampfsperre bzw. Dampfbremse |
Sie verhindert das Eindringen von Wasserdampf in die Wärmedämmung |
| Innenverkleidung |
Die Raumseite wird im Allgemeinen mit Gipskartonplatten verkleidet, die auch die Brandschutzfunktion erfüllen |