Fenstergröße
Die Bauordnungen schreiben den Einbau von Fenstern in Aufenthaltsräumen im Ausmaß von mindestens 10% der Bodenfläche vor. Damit sind die Räume ausreichend, jedoch nicht optimal belichtet.
Die richtige Fenstergröße wird vom Planer je nach Ausrichtung und Nutzung des betreffenden Raumes ermittelt. Beim großzügigen Planen von Fenstern darf jedoch nicht vergessen werden, dass die Fenster (auf einen Quadratmeterpreis bezogen) zu den “teuren” Bauteilen eines Gebäudes zu zählen sind.
Die Verwendung von modernen Fensterprofilen und Glasarten lässt die Herstellung nahezu jeder Fensterart Form und Größe zu.
Fenstertypen
Die Entwicklung der Fensterkonstruktionen brachte folgende Typen hervor:
- Einscheibenverglaste Fenster werden seit langer Zeit wegen ihrer schlechten Wärmedämmung nicht mehr verwendet.
- Kastenfenster wie sie aus Altbauten bekannt sind, bestehen aus einem inneren und einem äußeren Fensterflügel. Die dazwischen liegende Luft stellt die Wärmedämmung dar. Sie werden bei Renovierungen verwendet, in Neubauten nicht mehr.
- Verbundfenster wurden nach dem Krieg entwickelt und bieten zwei Glasscheiben in einer Flügelkonstruktion. Man findet diesen Fenstertyp in Gebäuden aus den 60er und 70er Jahren. Sie werden nicht mehr hergestellt und durch Isolierglasfenster ersetzt.
- Isolierglasfenster bestehen aus einer Wärmegedämmten Rahmenkonstruktion mit einem Isolierglaselement. Dieses besteht aus (im Allgemeinen) zwei Gläsern, die im Werk zusammengefügt werden. Der Glaszwischenraum ist mit wärmedämmendem Edelgas gefüllt.
- Schallschutzfenster sind Isolierglasfenster mit dicken Gläsern und verstärkten Rahmenkonstruktionen.
- Spezielle Fensterkonstruktionen wie Brandschutzfenster und schusssichere Fenster sind ebenfalls möglich, werden im Wohnbau jedoch praktisch nicht eingesetzt.
Im Bereich des Neubaus werden ausschließlich Isolierglasfenster verwendet. Nur mit diesem Fenstertyp können die vorgeschriebenen Wärmedämmwerte erreicht und wenn gewünscht übertroffen werden.