Giftfreie Baustoffe bevorzugt

Allergien, Kopfschmerzen, Übelkeit bis hin zu schweren Krankheiten. Gift- und Schadstoffe gibt es genug in unseren vier Wänden. Auf welche unbedenklichen Baumaterialien Sie setzen sollten, erfahren Sie hier.

Immer mehr Menschen, vor allem Kinder, reagieren allergisch auf Stoffe, deren gesundheitsgefährdende Wirkung bis vor einigen Jahren noch nicht einmal bekannt war. Kopfschmerzen, Übelkeit oder Hautirritationen haben ihre Ursache oft in Giftstoffen, die bei der Herstellung von Möbeln, Holzanstrichen, Wandfarben und Wohnraum­textilien verarbeitet werden.

Vorsicht bei Importprodukten

Der noch immer am häufigsten in heimischen Wohnungen und Häusern anzutreffende Schadstoff ist Formaldehyd. Es schwächt das Immunsystem und steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Es kommt typischerweise in Holzwerkstoffen, Schäumen, Lacken, Farben, Versiegelungen und sogar in Textilien, Kosmetika und Spielzeug vor. Die österreichischen Grenzwerte für Formaldehyd wurden zwar gesenkt, in vielen billigen Ost- und Fernostimporten ist es aber nach wie vor in gesundheitsbeeinträchtigender Konzentration enthalten. Also lieber heimische Produkte kaufen, und nicht an der falschen Stelle sparen!

Auf Inhaltsangaben und Gütesiegel achten

Grundsätzlich gilt: Hochwertige Produkte sind weniger bis gar nicht schadstoffbelastet; je billiger aber, desto gefährlicher. Es ist sehr sinnvoll, immer die Inhaltsstoffe nachzulesen und die Anwendungshinweise vom Hersteller genau zu befolgen. Umweltgütesiegel können helfen, die geeigneten Produkte im Regal zu finden.

Korrekte Arbeitsweise

Wer industriell gefertigte Holz- oder Metalloberflächenveredelungen abträgt oder repariert, muss zu seinem eigenen Wohl beim Abbrennen oder Abschleifen – auch bei gleichzeitiger Absaugung – unbedingt eine Schutzmaske tragen. Wenn irgendwie möglich, sollten solche Arbeiten auch immer im Freien oder zumindest bei offenem Fenster durchgeführt werden. Kinder sind besonders empfindlich und sollten sich nicht in der Nähe der Arbeitsstätte aufhalten.


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Datum: 30.09.2016

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