Das (ernüchternde) Fazit der durchaus repräsentativen Studie: Der Energieausweis wird von den Bauträgern eher als notwendiges Übel gesehen - kaum jedoch als positives Marketinginstrument. Über 60 % der befragten Unternehmer halten ihn für wenig oder nicht bedeutend. Ein Fehler, wie Winfried Kallinger, Sprecher der gewerblichen Bauträger des Fachverbandes, meint: "Energiesparen bei Gebäuden muss eine partnerschaftliche Frage werden: Eigentümer haben Marktvorteile wenn sie energieeffiziente Immobilien besitzen - Käufer oder Mieter geben energieeffizienten Wohnungen oder Häusern den Vorrang, denn sie bieten Sparpotenziale und steigern den Wohnkomfort."
Am Energieausweis wird kein Weg vorbei führen
Auch wenn, wie die Studie beweist, noch Arbeit zur Bewusstseinsbildung nötig ist, wird sich der Energieausweis etablieren ist IFEA-Geschäftsführer Markus Preiner überzeugt: "Der Energieausweis ist ein Instrument, das Transparenz und Sicherheit garantiert. Der Laie kann sich ein energieeffizientes Wohnobjekt leicht aus dem Markt herauspicken."
Spätestens wenn sich der Energieausweis auch bei den institutionellen Investoren (und bei den Immobilienbewertern) als wichtiger Faktor etabliert hat, werden in wohl auch die Bauträger als Marketingtool ins Herz geschlossen haben. Noch ist es freilich nicht soweit...