Beherrschen Sie das Kochen im Wok?

Ganz gleich, ob mit Fleisch, vegetarisch oder vegan - Kochen in einem Wok ist gesund, schnell und einfach. Damit die fernöstlichen Gerichte hierzulande auch so klappen wie sie sollen, benötigen Sie aber auch das passende Equipment.

Mit dem Einzug der fernöstlichen Küche in unsere Gastronomie stieg auch das Interesse an asiatischen Gerichten und vor allem, diese daheim zu kochen. Eine gute Sache, zeichnen sich die Speisen doch durch Frische und Vitaminreichtum aus. Was viele nicht wissen: Leider sind die meisten unserer westlichen Küchen nicht wirklich darauf ausgelegt mit einem Wok zu arbeiten. Wohl dem, der Gas oder Induktion besitzt.

Warum eigentlich ein Wok?

Die Haupteigenschaft, und der damit einhergehende spezifische Vorteil dieses Kochgerätes, ist seine durchgehende Halbkugelform. Die Hitze konzentriert sich auf den kleinen Bereich des Bodens, an den Seitenwänden jedoch fällt sie zunehmend ab. Das bewirkt zum einen, dass unterschiedliches Gargut zur gleichen Zeit auf verschiedenen Temperaturen gekocht werden kann. Zum anderen kann durch Sautieren (schneller Wechsel des Garguts zwischen den beiden Temperaturzonen durch rühren und/oder schwenken) ein perfektes Endergebnis erzielt werden. Außen intensive Röstaromen und innen saftig und zart beziehungsweise knackig.

Woran es bei uns hakt, und was hilft

Eigentlich braucht es ein Wok heiß – richtig heiß. Ideal wären das doppelte, wenn nicht sogar dreifache an Leistung unserer herkömmlichen Haushaltsherde. In Asien gibt es spezielle Wokherde, wir aber müssen mit dem auskommen, was wir haben. Doppelt unpassend: die durchgehende Halbkugel des Woks ist nicht mit unseren flachen Herdplatten kompatibel. Die Lösung vieler Wokanbieter sind Pfannen mit abgeflachtem Boden - doch sie haben nicht den identischen Effekt. Nutzer von Elektro- oder Ceranfeldern kommen aus technischer Sicht ohnehin nicht um einen abgeflachten Wok herum, aber Besitzer von Gasherden dürfen sich glücklich schätzen. Für wenige Euros lassen sich Wokringe ordern, die den nötigen Halt bieten und von unten ausreichend Hitze ranlassen. So klappt es mit jedem Halbkugel-Wok, lockeres in die Höhe Schwenken des Garguts inklusive. Aber auch Nutzer von Induktionherden haben Grund zur Freude. Im Gegensatz zum Ceranfeld macht es bei Induktion nämlich nichts, wenn das Kochgeschirr nur auf einem kleinen Punkt aufliegt. Und es kommt noch besser: Bei einigen Induktionsherden benötigen Sie nicht einmal einen speziellen Wok. Ein 10-Euro-Exemplar aus Blech tut es auch. Wir raten Ihnen aber, diesen vor dem ersten Gebrauch auszuprobieren. Sprich Blech-Wok kaufen, auf die Platte stellen, anmachen. Wenn er heiß wird, perfekt. Passiert nichts, bringen Sie den Wok wieder zurück.

AEG © AEG

Beste Vorraussetzungen zum Wok-kochen bietet beim Induktionsherd ein Muldenfeld.

Wok auf Induktion

Natürlich mag ein lose aufgestellter Wok auf einem Induktionsfeld für manche eine zu wackelige Angelegenheit sein. In einem solchen Falle schafft ebenfalls ein Wokring Abhilfe. Dieser wird bei Induktion übrigens nicht heiß, er dient nur zur Stabilisation. Besser aber noch ist ein spezielles Induktionsfeld mit Wokmulde. Dank der Vertiefung passt Ihr Wok perfekt hinein und bekommt dadurch auch die optimale Hitzeleistung ab. So eine Investition lohnt sich freilich nur, wenn Sie ein leidenschaftlicher Koch und/oder Esser von gebratenen Nudeln und Currys sind.

Lust was auszuprobieren? Köstliche Wok-Rezepte finden Sie hier.


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Datum: 15.03.2016

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