Bodenmechanik - Verformung des Baugrunds unter Gebäudelast

Die Standsicherheit des Gebäudes und die Wahl der Gründungsart ist von der Tragfähigkeit des Bodens abhängig. Die Tragfähigkeit ist von der Schichtung des Baugrundes, Gleichmäßigkeit, Neigung, Bodenart, Feuchtigkeitsgrad etc abhängig.

Bodenmechanik ist jene Wissenschaft, welche sich mit dem mechanischen Verhalten des Bodens als Baugrund und Baustoff beschäftigt.

Unter dem Begriff Boden versteht man ein natürliches Haufwerk mineralischer und/oder organischer Teilchen oder Körner, welches im allgemeinen aus Feststoff, Wasser und Luft besteht. Meistens ist der Untergrund eines Bauobjektes nicht homogen aufgebaut.


Die Standsicherheit des Gebäudes und die Wahl der Gründungsart ist von der Tragfähigkeit des Bodens abhängig. Die Tragfähigkeit ist von der Schichtung des Baugrundes, Gleichmäßigkeit, Neigung, Bodenart, Feuchtigkeitsgrad etc abhängig. Der Baugrund verformt sich unter der Last des Bauwerkes entsprechend seiner Zusammendrückbarkeit.

Je nach Art des Lastangriffes erfährt das Bauwerk Setzung, Horizontalverschiebungen oder Verkantungen. Es müssen die Boden- und Wasserverhältnisse bekannt sein, um die richtige Gründungs- und Abdichtungsart wählen zu können, um ungleichmäßige Setzungen zu vermeiden.

Der Grundbau bezieht sich auf die praktische Anwendung der Bodenmechanik hinsichtlich Entwurf, Ausführung und Verhalten von Grundbauwerken und behandelt Bauverfahren und Techniken, die die Gründung von Bauten im Boden ermöglichen.

Bodenklassen nach ÖNORM B 2205

Bodenkl.
Benennung
Lösegeräte
1

Mutterboden (Humus Oberboden)

Zwischenboden (dunkelgrau, dunkelbraun) zwischen Oberboden und mineralischem Unterboden

Steinschaufel, Spaten

Stichschaufel, Spaten

2Wasserhaltige Böden (Schöpfböden)Schlammschaufel, Schöpfgefäß
3leichter Boden (nicht bindige Sande, KiesWurfschaufel
4mittelschwerer Boden (Stichboden), mittelbindige Böden mit erheblichem Zusammenhalt, z.B: lehmiger Sand, sandiger Lehm, Löss, Schotter, GerölleStichschaufel, Spaten
5schwerer Boden (Hackboden), fester Zusammenhalt und höhere Lagerungdichte, z.B. fetter Ton, sehr trockene Böden der Kat. 4, stark mit Gerölle Krampen, Spitz- und Breithacke
6leichter Fels /Reißfels) Schrämboden, locker gelagertes Gestein, bröckelig, schiefrig, verwittert. Sand- und Kiesschichten chem. verfestigt, Mergelschichten mit Steinen > 200 mm durchsetztMeißel und Schlegel, Brechstange
7schwerer Fels, fest. gelagertes Gestein der Bodenklasse 6, nicht mehr händisch lösbar, Findlinge > 0,1m³sprengen
klebrige BödenKlasse 3-5 mit klebriger Beschaffenheit und höherem WassergehaltAblösen von Schaufel oder Spaten nur mit einem weiteren Gerät möglich

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Datum: 11.09.2010

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