Parkettboden - Der Evergreen am Boden

Bis vor wenigen Jahren wurden im Wohnbereich hauptsächlich Teppichbeläge und in Vor- und Wirtschaftsräumen hauptsächlich PVC-Böden verlegt. Holzböden waren oft schon ein Sonderwunsch und teurer.

Während die 70er und 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts noch geprägt waren von Teppichbelägen im Wohnraum PVC oder Linoleum in Vor- und Wirtschaftsräumen, gehörte heute das Echtholz wieder zum fixen Repertoire in vielen Häusern und Wohnungen. Die Beläge sind heute erschwinglicher als vor einigen Jahren, und das Bedürfnis nach mehr Natur in der eigenen Wohnumgebung tut ihr übriges.

 

Natur pur am Boden

Bei Parkettböden handelt es sich um einen lebenden Werkstoff. Holz passt sich an das jeweilige Raumklima an und es soll gewährleistet sein, dass die Luftfeuchtigkeit bei ca. 60 % liegt. Bei trockenerer Luft ist es ratsam, Geräte für eine Luftbefeuchtung aufzustellen. Dadurch, dass Holz eine zehnmal geringere Wärmeableitung als Stahlbeton hat, kommt es bei Parkettböden zu keiner Unterkühlung der Füße. Es ist besonders in der Übergangszeit, Frühjahr und Herbst, eine Einsparung von Heizkosten gegeben.

Zusätzlich weist Holz eine gewisse Bodenelastizität auf. Diese Elastizität der Parkettböden wird besonders bei Schwingböden genutzt. Holzböden weisen eine lange Lebensdauer auf und sind auch nach vielen Jahren der Benutzung noch ansehnlich. Parkettböden können mehrmals abgeschliffen und auch neu versiegelt oder geölt werden. Grundsätzlich reicht die nicht zu feuchte Reinigung mit Besen und Wischmob, von Zeit zu Zeit kann aber mit speziellen Parkettreinigern gepflegt werden.

Vorteile von Parkett

Die Qualität der Böden ist natürlich von der verwendeten Holzart, der Höhe und Ausprägung der Nutzschicht sowie der Art der Oberflächenbehandlung abhängig. Doch ein paar positive Eigenschaften weisen alle Parkettböden auf:

  • Lange Lebensdauer und hohe Wirtschaftlichkeit
  • Repräsentatives Aussehen
  • Pflegeleicht, hygienisch
  • Baubiologisch sehr guter Werkstoff
  • Besondere Eignung bei Fußbodenheizung
  • Große Anzahl von Gestaltungsmöglichkeiten
  • Bei Beschädigungen leicht renovierbar

Vielfältige Möglichkeiten für jeden Geschmack

Mittels geleimter Nut- und Federverbindung werden die Naturholzriemen zu den unterschiedlichsten Mustern wie z. B. Einfach-/Doppel-Fischgrät, Dreifach-Zopf, Ein-/Mehrblatt, in Würfelfelder und Flechtmusterausführung verlegt. Die kostengünstigere Variante ist das Fertigparkett, das vorwiegend in zwei Produktionstypen angeboten wird. Einmal als Massivparkett, bei dem die Trägerschicht aus billigerem Massivholz, aber mit einer hochwertigen und hochbelastbaren Nutzschicht aus Naturholz versehen ist. Zum anderen als Nicht-Massivparkett, das mit einer MDF (mitteldichte Faserplatte) oder HDF (hochdichte Faserplatte) als Trägerschicht und einem Holzfurnier als Nutzschicht und Gegenzug ausgestattet ist. Massiv-Parkett wird oft naturbelassen oder bereits geschliffen, geölt, gewachst oder versiegelt angeboten. Die neuen Click-Systeme müssen nicht mehr verklebt, sondern können schwimmend verlegt werden. Eine Trittschallschutzmatte als Unterlage ist dabei allerdings dringend zu empfehlen.

Verlegung ist Profiarbeit

Die Verlegung von Holzfußböden kann nur auf trockenem Unterboden erfolgen. Bei zu erwartendem Feuchtigkeitseinfluss ist der Unterboden gegen Feuchtigkeit zu isolieren. Nicht nur Boden, sondern auch die Räume sollen gut ausgetrocknet sein. Nach dem Verlegen der Parekttböden sollten die Räume gut gelüftet und bald bewohnt werden. Die Verlegeanleitungen der Herstellerfirmen sind einzuhalten.

 


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Datum: 23.08.2017

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