Gute Vorbereitung und Planung von Holzverkleidungen

Gute Vorbereitung und Planung von Holzverkleidungen
erspart böse Überraschungen

Zuschneiden von Hölzer und Platten
Wenn Sie Holzmaterial sägen, so haben Sie verschiedene Techniken zur Wahl. Mit fast allen Sägen können Sie Holz "auf Stoß" schneiden, d.h. die Säge schneidet in Stoßrichtung. Feinsägen und Furniersägen schneiden auch auf Zug, also in beide Richtungen, und Gratsägen nur auf Zug, d.h. das Holz wird erst beim Zurückziehen der Säge geschnitten.

Beim korrekten Zuschneiden des Holzes ist ein gleichmäßiger Schnittverlauf entlang der Anzeichnung oder des Anrisses und die Rechtwinkeligkeit des Schnittes wesentlich. Letzere können Sie erreichen, indem Sie entlang einer Auflage sägen. Mit Hilfe von Führungsschienen oder durch ein breites Sägeblatt wird ein gerader Schnitt möglich.

Bereits beim Anzeichnen der Schneidestelle müssen Sie die Blattbreite der Säge berücksichtigen, die je nach Modell zwischen 1 und 4mm variiert. Daraus ergibt sich, dass Sie die Markierung nicht einfach wegsägen, sondern an ihr entlang sägen müssen. Sie sollte nach Fertigstellung gerade noch erkennbar sein.

Feuchtigkeit in Wänden
Nehmen Sie gerade bei Wandverkleidungen die Fläche besonders in Augenschein. Ist Ihr Untergrund feucht, muss die Ursache der Feuchtigkeit unbedingt beseitigt werden. Klopfen Sie Mörtelrest an der Wand mit einem Hammer weg und verputzen Sie Risse und Löcher mit Gips oder Spezialmörtel.

Sind grosse Löcher vorhanden, füllen Sie diese mit Steinbrocken und verputzen sie anschließend. Sind Ihre Wandflächen mit Schimmel oder Moos befallen, reinigen Sie die Fläche mit einer Drahtbürste. Streichen Sie die Fläche anschließend mit einer Fungizid-Lösung ein, um den Schädlingsbefall auch in der Tiefe abzutöten.

Unterkonstruktion
Bei falsch angebrachter Verkleidung, insbesondere in Verbindung mit Dämmmaterial, können erhebliche Schäden entstehen, wenn die Bauphysik nicht beachtet wird.

Für eine waagrechte Verlegung montieren Sie eine senkrecht aufgebaute Unterkonstruktion. Der Lattenabstand sollte 60cm nicht überschreiten; bei schweren Beplankungsmaterialien sollte er sogar zwischen 40 und 50cm liegen. Damit die durch die Bretter zusammenhängende Bekleidung sicher an der Wand hält, verwenden Sie für die Befestigung der Latten normgerechte Durchsteckdübel, ab einem Durchmesser von 8mm, im Abstand von ca. 50cm.

Bei senkrechter Lattung bleibt der Raum zwischen Wand und Bekleidung durchgehend für das Durchströmen von Luft von unten nach oben offen.


Für eine senkrechte Profilverlegung montieren Sie eine waagrechte Lattung. Beachten Sie dabei wiederum, dass der Lattenabstand 60cm nicht überschreitet. Die Holzbekleidung wird hierbei von links nach rechts angebracht.

Beide Lattungen, sowohl senk- als auch waagrecht, eignen sich für den Einbau von Dämmplatten. Bei einer innenseitige Bekleidung in Feuchträumen überziehen Sie Dämmstoffschicht und Lattung mit einer dampfbremsenden Folie. Hierdurch vermeiden Sie das Eindringen feuchter Raumluft in die Dämmstoffschicht und eine schädliche Kondenswasserbildung an der kälteren Außenseite, die zu Schimmelbildung führt.

Raumoptimierung
Durch optische Gestaltungsmöglichkeiten bei langen und schmalen Räumen ist es möglich, optische Verkürzungen zu erreichen.

Bauen Sie die Holzbekleidung im rechten Winkel oder schräg zur Raumhöhe auf. Um eine optische Verbreiterung des Raumes zu bewirken, werden die Profilbretter oder Paneele der Deckenverkleidung im rechten Winkel zur Längsachse montiert und die Wandverkleidung senkrecht dazu. Eine raumgliedernde Wirkung erzielen Sie durch Einbeziehen von Scheinbalken oder Raumteilern.

Ist die Richtung eines bevorzugten Raumes zu kurz, gehen Sie umgekehrt vor. Vermeiden Sie Rundumverkleidungen, denn diese wirken beengend.


In mittelgroßen oder kleinen Räumen sollten Sie möglichst nicht zwei gegenüberliegende Wände mit Holz bekleiden. Die Wände würden dadurch optisch zusammengedrückt wirken. Eine Holzbekleidung über die Ecke lenkt die Betonung auf die entsprechende Ecke.

Verwenden Sie für kleine Räume naturhell belassene, hell lasierte Hölzer, die den Raum optisch vergrößern, im Gegenzug dazu, bei grossen Räumen dunkle Hölzer, Scheinbalken oder Kassettendecken.

Sind Sie als Zeichner nicht begabt, machen Sie von den Räumen Fotos. Vergrössern Sie die Vorlage mit dem Fotokopierer und nehmen Sie diese als Vorlage für den zeichnerischen Einbau.


Autor:

Datum: 04.02.2010

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Innenwände

Farben gibt es viele – noch mehr, wenn sämtliche Mischtöne dazugezählt werden. Um da einen Überblick zu behalten, helfen uns Farbpaletten. Wir erklären das System hinter Pantone, RAL oder HKS.

Naturkalk ist ein ökologischer Baustoff, der sich durch seine feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften auszeichnet. Nicht zuletzt deshalb ist er auch ein beliebter Wandbelag bzw. Putz, der Ihre vier Wände auch vor Schimmelbefall schützt.

Im Zuge der Rückbesinnung auf alte Werte und Waren erleben auch die Delfter Fliesen eine Renaissance. Blau-weiß gemustert und ein absoluter Hingucker beim Vintage-Look.

Eine Wand ist eine Wand ist eine Wand. Und kann doch ganz unterschiedlich sein. Ob Farbe, Tapete oder Ahnengalerie – wir präsentieren Ihnen die verschiedenen Ideen, um aus einer kahlen Fläche einen echten Hingucker zu machen.

Kahle Wände adè. Wandtattoos sprechen eine deutliche Sprache und bringen jeden Raum unaufdringlich zum "Swingen". Die Auswahl ist riesig, die Arbeit damit absolut unkompliziert. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie aus einer leeren Wand ein Hingucker wird.

Ist Ihre Fassade denkmalgeschützt, „erhaltenswert“ oder wird das betreffende Gebäude nur selten genutzt, kommt eine Außendämmung nicht infrage. Es muss von innen gedämmt werden. Wir haben die Schritt-für-Schritt Anleitung für Sie.

Nicht nur was für Fans der fernöstlichen Kultur: Japanische Shōji, das sind verschiebbare Wände aus Papier und Holz. Sie können vielseitig eingesetzt werden und sorgen für eine fast schon meditative Leichtigkeit in Ihrem Zuhause.

Ein Innenputz speichert Feuchtigkeit, bietet eine glatte Grundlage für weitere Anstriche, Beläge oder Fliesen, trägt zum Schallschutz bei oder sieht einfach gut aus. Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt Anleitung zum Verputzen.

Tapeten werden erneuert indem zunächst die alten Tapeten abgelöst und entsorgt werden. Danach kann der Untergrund ausgebessert werden, bevor man die neue Schicht Tapeten aufträgt.