Rosenschnitt im Frühling

Der letzte Frost ist vorbei, der Winterschutz von den Rosensträuchern entfernt. Jetzt geht es an die erste wichtige Pflege, den Rückschnitt Ihrer eleganten Blumenlieblinge. Hier die besten Tipps.

Sie kommen in den verschiedensten Varianten in den heimischen Gärten vor. Als Beet-, Strauch-, Bodendecker- oder Kletterrose. Und wer im Sommer prachtvolle Blüten und kräftige Pflanzen haben möchte, sollte rasch nach Frühlingsbeginn aktiv werden.

Richtig zurückschneiden

Wenn der Schutz aus Laub, Erde, Rindenmulch oder Tannenzweigen von den Rosensträuchern und -beeten entfernt ist, können Sie den ersten Rückschnitt des Jahres angehen. Besonders wichtig ist dieser bei den mehrfach blühenden Rosensorten, weil diese Pflanzen sonst nicht den ganzen Sommer über neue Knospen bilden. Und so funktioniert's:

  • Beet- und Edelrosen werden auf ca. 15 Zentimeter zurückgeschnitten und nicht mehr als drei bis maximal fünf Augen stehen gelassen.
  • Bei Strauchrosen werden die älteren Triebe ebenfalls auf 15 Zentimeter gestutzt, die jungen Triebe nicht mehr als um ein Drittel.
  • Kletterrosen werden insgesamt nur sehr leicht rückgeschnitten, die sehr alten Triebe können Sie komplett entfernen.

Rosensorten, die nur einmal im Jahr blühen, brauchen hingegen keinen Frühjahrsschnitt. Ihre Knospen erscheinen immer an den Trieben des Vorjahres. Was Sie aber unbedingt machen sollten: Die frostgeschädigten, eingetrockneten oder generell kranken Triebe bis ins Rosenholz zurückkürzen. Profis raten auch dazu, Wildtriebe, die unterhalb der Veredelungsstelle aus dem Boden kommen, so tief wie möglich zu kappen.

Arbeiten Sie beim Schneiden mit einer entsprechend scharfen Schere um Quetschungen zu vermeiden. Die Schnitte erfolgen immer schräg, damit Regenwasser und Tau – beliebter Nährboden für Krankheitserreger aller Art – abrinnen. Außerdem wird empfohlen, den Schnitt eben wegen dieser Keime und Erreger nicht liegen zu lassen und im Hausmüll und nicht im Kompost zu entsorgen.

Rosen brauchen viele Nährstoffe

Nach dem Schnitt sollten Sie Ihren Rosen einen Spezialdünger gönnen, der sie ausreichend mit den wichtigsten Nährstoffen wie Phosphor, Kalium und Magnesium versorgt. Im Juni wird übrigens zum zweiten Mal im Jahr gedüngt. Noch ein Tipp: Streuen Sie den Dünger nie über Blätter und Blüten, sondern immer direkt auf das Erdreich am Fuß der Rose. So wichtig Düngung für die Rosen ist, so sehr sollten Sie aufpassen, die Blumen nicht zu überdüngen, weil das der Vitalität dieser edlen Gewächse sehr schadet. Wenn Sie auch Kompost zur Düngung verwenden, muss die Düngermenge entsprechend reduziert werden.


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Datum: 22.03.2017

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