Wer zuhause (sei es auf dem Dach oder im Garten) eine Photovoltaikanlage installiert, tut damit nicht nur sich selbst etwas Gutes (indem er zum Strom-Selbstversorger wird) sondern trägt auch dazu bei, die Gesamt-Energiebilanz zu verbessern. Mehr Eigenversorgung (im wahrsten Sinne des Wortes) bedeutet auch insgesamt eine geringere Abhängigkeit von Energie aus Wasserkraftwerken oder aus dem Ausland importierten Strom.
Anlagen bis 5 kWp
Die Förderung erfolgt in Form eines einmaligen Investitionszuschusses. Die Mittel dafür sind limitiert und werden jährlich neu ausgeschüttet. Hier gilt in jedem Fall: Rechtzeitig informieren und ansuchen.
Zusätzlich bieten auch die einzelnen Länder weitere Förderungen an. Informationen dazu bieten die Ämter der jeweiligen Landesregierung. So gibt es in Wien etwa eine Investitionsförderung mit einer Obergrenze von 1.500 Euro pro kWp (bzw. 40% der förderfähigen Kosten), in Niederösterreich wiederum beträgt die derzeitige Förderung 12.000 € oder 50% der Investitionskosten.
Anlagen ab 5 kWp
Größere Installationen werden über eine Tarifförderung für den ins Netz eingespeisten Strom gefördert. Über die Abwicklungsstelle für Ökostrom AG (OEMAG) wird, nach Abschluss eines Vertrags mit einem Abnehmer, die gelieferte Energie zusätzlich zum Einspeistarif des Anbieters abgegolten. Dafür gibt es aber jährliche Kontingente, die ebenso wie die Investitionszuschüsse schnell verbraucht sind.
Fördersituation läßt zu wünschen übrig
Sofern man überhaupt noch in den Genuß einer Einspeisförderung kommt, so betrug diese heuer 38 cent/kWh. Dies kling zwar nicht schlecht, die Mittel sind aber gedeckelt. Der von den Stromabnehmern zur Verfügung gestellte Betrag beträgt außerdem derzeit nur zwischen 5 und 16 cent pro kWh. In anderen europäischen Ländern zahlt es sich da schon mehr aus, auf Photovoltaik zu setzen: Erhöhte Tarifförderung und Investitionszuschüsse haben in Ländern wie Deutschland und Tschechien (Einspeisförderung von 44cent/kWh) dazu geführt, dass die Förderung kurzfristig ausgesetzt werden musste, da ein Zusammenbruch der Netze zu befürchten war.
Zum Vergleich: Während in Tschechien 2009 Photovoltaikanlagen mit einem Ertragsvolumen von 411 MW errichtet wurden, waren es in Österreich gerade einmal knapp 20 MW.