Überlegen Sie realistisch, mit welchem Zeitaufwand Sie für die vorgesehenen Eigenleistungen rechnen müssen. Bedenken Sie auch die Belastungen, die für Sie dadurch entstehen:
- körperliche Anstrengungen
- gesundheitliche Risiken (Unfälle sind nicht auszuschließen)
- psychische Belastungen (das Familienleben und die Sozialkontakte leiden)
- finanzielle Risiken (sollte Ihnen eine Arbeit nicht richtig gelingen, muss ein Fachmann diese in Ordnung bringen)
- Stark reduzierte Erholungszeiten
Um eine Kosteneinsparung von 25 bis 30% einzuarbeiten müssen Sie grob damit rechnen, 1000 bis 2000 Arbeitsstunden selbst zu erbringen. Wenn Sie davon ausgehen, dass Sie die Arbeiten neben Ihrem Beruf machen, kommen dafür die Wochenenden, die Urlaubszeit und die Zeit nach Arbeitsende in Frage.
Ein Rechenbeispiel: Wenn Sie 1000 Stunden Arbeit in einer Bauzeit von zwei Jahren erbringen wollen, sind das 10 Stunden in der Woche, bei derselben Bauzeit und bei 2000 Stunden Arbeit ergeben sich 20 Stunden in der Woche. Diese Durchschnittsrechnung berücksichtigt keine Spitzenzeiten, es kann notwendig werden für kritische und zeitintensive Arbeiten Urlaub von der Erwerbsarbeit zu nehmen.
Wenn Sie Ihr Haus in einer bestimmten Frist fertiggestellt haben wollen, sollten Sie so wenig eigene Arbeit investieren wie möglich und sich mehr um eine effiziente Organisation der Abläufe Grundstückskauf – Planung - Bau kümmern.
Als Bauherr sollten Sie ebenfalls kurzfristig richtige Entscheidungen treffen, z. B. bei der Auswahl von Materialien oder bei Eintritt von unvorgesehenen Ereignissen um den Bau Ihres Hauses zu beschleunigen. Wenn der Bau Ihres Hauses nicht so dringend ist, können Sie bei Lust an der Sache viele Arbeiten selbst erledigen. Es sollte jedoch niemals ihre Lebensqualität und schon gar nicht Ihre Gesundheit darunter leiden.