Gut dämmen heißt Energie sparen

Grundsätzlich gilt es zu beachten, dass ein Baustoff wie etwa Beton oder auch Holz niemals jene Wärmedämmeigenschaften aufbringen kann, die ein Dämmstoff liefert. Deshalb muss hier nachgeholfen werden.

Um sich behaglich zu fühlen, ist es nötig, die Raumlufttemperatur und die innere Oberflächentemperatur der Außenwand in ein bestimmtes Verhältnis, den so genannten „Behaglichkeitsbereich“ zu bringen. Ist die Oberflächentemperatur zur gering, wird man sich in dem Raum nicht wohl fühlen, man wird frieren, obwohl die Raumtemperatur vielleicht sogar 20 Grad beträgt. Die fehlende Behaglichkeit versucht man dann mit erhöhtem Heizen zu erreichen, was jedoch äußerst unwirtschaftlich ist auf Dauer.


Sind die Außenwände hingegen gut gedämmt, haben sie eine anhaltend hohe Oberflächentemperatur, die Raumtemperatur kann also gesenkt werden, ohne dass man sich unwohl fühlt.

Alle Bauteile sind speicherwirksame Masse. Ein ausreichendes Wärmespeichervermögen der Bauteile verhindert demnach ein Überhitzen der Räume in den warmen Monaten (die Wärme wird ja gespeichert) und das „Barackenklima“ kann vermieden werden. Die wichtigsten Einflüsse auf die speicherwirksame Masse haben das Raumgewicht und die Lage der Dämmschicht. Ist diese innen angebracht wird die speicherwirksame Masse verringert, im Gegensatz zu einer Außendämmung, die den Grad der Speicherwirksamkeit deutlich erhöht. Ab einer Dämmdicke von etwa 20 Zentimetern nimmt die speicherwirksame Masse nicht mehr weiter zu, was bedeutet, dass Wände mit 38 oder 45 cm Dicke keine höhere speicherwirksame Masse aufweisen.

Die wichtigsten Dämmstoffe sind Baumwolle, Blähglimmer, Blähperlit, EPS, Flachs, Glaswolle, Hanf, Holzfaserdämmplatten, Holzwolle, Kokosfaser, Kork, Mineralschaumplatten, PUR, Schafwolle, Schaumglas, Steinwolle, Stroh, Styropor, XPS oder auch Zellulosedämmung.

Gedämmt werden sollten in jedem Fall die Fassade eines Gebäudes – effektiver ist allemal die Außendämmung, da Wärmebrücken leichter verhindert werden können, der Keller, die Decken (auch mit Anbringung einer Trittschalldämmung), die oberste Geschoßdecke sowie das Dach.


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Datum: 20.07.2011

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