Nicht nur Handwerker - auch Bauherrn selbst machen Fehler
Keine ausreichende Unterstützung durch einen Architekten: Oft wird der Architekt nur für die Einreichpläne herangezogen. Die dabei vermeintlich eingesparten Kosten für genaue Detailplanung, Ausschreibung, Bauleitung und Überwachung entpuppen sich leider oft als Bumerang.
Überzogenes Raumprogramm: Viele Häuser werden zu groß geplant und gebaut. Das neue Haus in der wirklich benötigten Größe zu bauen ist der erste und sicher effektivste Schritt zu einem kostenoptimierten Objekt.
Kein Vergleich der Ausführungsalternativen: Viele Bauherrn legen sich bezüglich der eingesetzten Materialien, der verwandten Konstruktionsweisen und der eingesetzten Energieversorgung zu früh fest. Die kostenoptimale Entscheidung kann eigentlich nur nach Abwägung der objektspezifischen Einflüsse getroffen werden.
Keine detaillierte Kostenplanung: Oft kennt der Bauherr die Kosten seines Hauses nur in Form einer Bausumme, die über den umbauten Rauminhalt des Objektes aus Erfahrungswerten überschlagen wurde. Selbst wenn diese Erfahrungswerte am Ende einigermaßen zutreffen, ist das zu wenig, um eine effektive Kostenkontrolle durchzuführen.
Ausführungsdetails nicht ausreichend durchgeplant: Wenn ein Gebäude zu 100% auf Basis der Genehmigungsplanung errichtet wird, kommt es sehr häufig zu Änderungen, deren Notwendigkeit erst auf der Baustelle erkannt werden. Auf ausreichend durchgearbeitete Detailpläne (z.B. für die Installationen) wird oft verzichtet.
Keine detaillierte Leistungsbeschreibung: Der häufigste Grund für Nachforderungen durch Bauunternehmer und Handwerker ist die fehlende detaillierte Beschreibung der Lieferungen und Leistungen im Auftrag.
Keine Vergleichsangebote und freihändige Auftragsvergaben: Niemand sollte im Rahmen seines Neubauvorhabens Aufträge an Handwerker vergeben, ohne wenigstens drei Vergleichsangebote in Händen zu halten.
Keine detaillierte Ablaufplanung: Terminverzögerungen führen in der Regel auch zu Mehrkosten. Um das Ineinandergreifen der einzelnen Gewerke übersehen zu können, ist es sehr hilfreich eine Ablaufplanung zu haben.
Keine detaillierte Kostenkontrolle und Kostensteuerung: Das Um und Auf für eine kostenoptimierte Projektabwicklung ist eine beharrliche Kostenkontrolle. Nur wenn Kostenüberschreitungen frühzeitig erkannt werden, können noch Gegenmaßnahmen eingeleitet und das Kostenziel doch noch erreicht werden.
Zu wenig Baukontrollen und Mängelrügen: Baumängel lassen sich nie ganz vermeiden. Ein Baumangel, der sofort erkannt und fachmännisch behoben wird, birgt keine Folgeprobleme. Um dies zu erreichen, ist eine laufende, intensive Baustellenüberwachung zwingend notwendig, am besten täglich.
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