Das wichtigste für den Einbau einer Photovoltaikanlage ist der Dachaufbau. Beim nachträglichen Einbau müssen für die Montage auf jeden Fall Dachziegel entfernt werden. Für eine sinnvolle Anbringung muss auch die nötige Fläche vorhanden sein, um eine ausreichende Zahl an Paneelen nebeneinander montieren zu können. Bringt man sie fraktioniert an, ist eingewisser Energieverlust unvermeidbar, und der Aufbau wird teurer.
Eingriff in die Elektrik
Die Nachrüstung mit einer Photovoltaikanlage stellt einen bedeutenden Eingriff in die Elektrik des Hauses dar: Neben den Durchführungen von der Anlage zum Schaltschrank wird für die Einspeisung in das Stromnetz ein Wechselrichter benötigt, der den Strom auf 220Volt umwandelt. Dieser Kasten ist etwa 50x50x15 cm groß, und kann daher nicht komplett verbaut werden. Außerdem darf er weder Regen noch direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein, kann also nicht auf dem Dach oder der Terrasse untergebracht werden. Idealerweise benötigt man also einen eigenen Energieraum.
Kosten
In etwa kann man mit Kosten von 5.000 bis 6.000 Euro/kwP rechnen. Die Module unterscheiden sich dabei nach Leistungsklassen (zwischen 165 und 190 Watt): Je mehr Leistung, desto teurer. Dementsprechend verwendet man also dann wenn viel Fläche zur Verfügung steht (z.B. bei einer Anlage im Garten) die leistungsschwächeren und günstigeren Module.
Bei der Frage ob eine Photovoltaikanlage Sinn macht, muss im Hinblick auf den Eigenverbrauch und die Einspeisungsvergütung genau gerechnet werden. Wichtig ist dabei der Jahresertrag: Dieser hängt ab von:
- Lage (logischerweise kann dort, wo öfter die Sonne scheint, auch mehr Strom produziert werden).
- Gesamtfläche
- Ausrichtung (idealerweise Richtung Süden - Eine Abweichung um 30 Grad kostet bereits 10% Leistung)
- Dachneigung (ideal ist eine Schräge von 30-33Grad, bei einer klassischen Dachschräge von 45Grad verliert man bereits)
Auch bei Neubau sollten diese Faktoren schon bedacht werden, und auch wenn man noch keine PV-Anlage installieren möchte, kann man vorsorgen: In einem eigenen Technikraum kann später einmal der Wechselrichter untergebracht werden, und auch eine Leerverrohrung die zum Dach führt kostet - in Relation zum Hausbau - nicht die Welt.