Bei der Blockbohlenbauweise entstehen die Außenwände aus massiven oder verleimten Bohlen, die aufeinandergeschichtet, aufgebaut und an den Ecken durch Querverbindungen (sogenannte Verkämmungen) verbunden werden. Verwendet werden Rundstamm-, Vierkant- oder Lamellen-Blockbohlen.
Zwischen den Bohlen befinden sich Dichtungsbänder und für eine stabilere Verbindung der einzelnen Bohlen werden zusätzlich senkrechte Gewindestangen angebracht und verspannt. Die Außenwände sind meist doppelschalig aufgebaut, um zusätzlich eine Wärmedämmung einbringen zu können. Nur im Innenausbau kommen „einfache“ Wände zum Einsatz.
Unter den Holz- und Fertighäusern ist der Blockbohlenbau allerdings nicht mehr die Konstruktionsart erster Wahl.
Vorteile:
- Holz ist ein natürlicher Baustoff mit guter Ökobilanz
- selbstbaugeeignet mit Hilfe von Bausätzen
- relativ kurze Bauzeit
- sehr lange Lebensdauer
- geringe Heizkosten (Voraussetzung: eine gute Dämmung)
Nachteile:
- keine hohen Wärmedämmeigenschaften ohne zusätzlich angebrachte Dämmungen
- Luftdichtheit problematisch (unbedingte Anbringung von Dichtungsbändern!)
- geringer Vorfertigungsgrad –> Wandelemente werden erst auf Baustelle aufgebaut
- Holz trocknet nach – es kann zu Setzungen kommen (Vorsorge mit vorgespannten
Stahlseilen zur Spannung)
- viel höherer Holzverbrauch (z.B. im Vergleich zu Holzriegelbau)