Kleine Wohnungen clever einrichten

Die eigenen vier Wände sind der Ort, an dem die meisten Menschen die längste Zeit ihres Lebens verbringen. Aus diesem Grund sollten Haus oder Wohnung stets so eingerichtet werden, dass sie für allerlei verschiedene Tätigkeiten stets das passende Umfeld bieten. Während dies in einer großen Wohnung oder auch in einem entsprechend ausladenden Haus relativ einfach ist, suchen Besitzer kleiner Wohnungen nach intelligenten Lösungen für mehr Raum und Struktur.

Passende Möbel mit mehreren Funktionen

Ein- oder auch Zweizimmer-Appartements bieten in aller Regel nicht genug Platz, um für verschiedene Lebensbereiche einen eigenen Raum zu nutzen. Hier teilt sich jedes Zimmer daher in unterschiedliche Funktionen und Bereiche auf. So können beispielsweise Wohn- und Essbereich kombiniert werden, oder auch Home Office und Küche. Im Extremfall Ein-Raum-Wohnung steht für all diese Funktionen sogar nur ein einziges Zimmer zur Verfügung. Hier ist es besonders wichtig, multifunktionale Möbelstücke auszuwählen, die auf vielfältige Art und Weise genutzt werden können.

ErikaWittlieb (CC0-Lizenz)/ pixabay.com © ErikaWittlieb (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Ein multifunktionales Sofa hilft bei der Kombination von Wohn- und Schlafbereich.

Ein Paradebeispiel und zeitgleich auch der Klassiker unter den Multifunktionsmöbeln ist das Schlafsofa. In einer kleinen Wohnung ist das Aufstellen eines gewöhnlichen Bettes oftmals nicht möglich, da die Liegefläche mit mindestens 1,40 x 2,00 Metern zu viel Raum einnimmt. Besser beraten sind Bewohner kleiner Wohnungen mit Sofas, die sich am Abend in ein Bett umwandeln lassen. Ein solches Sofa kann tagsüber als Sitzgelegenheit für Gäste dienen und verwandelt den Raum während der Nacht kurzerhand in ein Schlafzimmer. Entscheidend bei der Auswahl ist es jedoch, auf hochwertige Schlafsofas mit Federkern-Polsterung zu setzen, da in diesem Fall auch nach Monaten der Nutzung weder Rückenschmerzen noch Schlafstörungen das Leben belasten. Während bei sporadischer Nutzung im Gästezimmer auch weniger gut ausgestattete Schlafsofas ausreichen, sollten sie in Form einer ständigen Schlafstätte für entsprechenden Komfort und gesunde Ergonomie sorgen.

Weitere Möbelstücke, die die Nutzung des Raumes erleichtern, sind ineinander verschiebbare Couchtische. Hier lässt sich der größte Tisch durch zwei oder auch drei darunter stehende Tische ergänzen, sodass im Bedarfsfall die Tischfläche deutlich vergrößert werden kann. Ähnliches gilt für den Esstisch. In einer Single- oder Paarwohnung würde ein normal großer Esstisch zu viel Platz rauben, weswegen Modelle mit ausziehbarer Tischplatte die bessere Alternative sind. Auch lohnt es sich, einen Tisch mit Schubladen oder Ablagefächern zu kaufen, um etwas mehr Stauraum zu erhalten.

Mehr Freiheit mit Stauraum-Lösungen

Auch in einer kleinen Wohnung braucht es ausreichend Platz für allerlei Alltagsutensilien. Sowohl rund um die Küche als auch im Wohn- und Arbeitsbereich gibt es zahlreiche Gegenstände, die ganz ohne clevere Stauraumlösungen auf dem Boden oder auf Tischflächen herumliegen und die Atmosphäre negativ beeinflussen. Wer auch in einer kleinen Wohnung für mehr Stauraum sorgen möchte, sollte die aktuell bestehenden Lücken hierfür nutzen.

So bietet sich unterhalb des Sofas und auch am unteren Rand vieler Regale die Möglichkeit, mit schmalen Schubkästen für zusätzlichen Platz zu sorgen. Rollbare Schubkästen können dann beispielsweise für Dekorationsartikel, Heimtextilien oder auch Bastel- und Büromaterial genutzt werden. Hierdurch werden die Regale und Tischflächen entlastet und bleiben etwas freier. Auch die Rückseiten von Türen eignen sich bestens, um zusätzlichen Stauraum zu schaffen. Hierfür gibt es einfache Hängelösungen in Form von

  • Regalen,
  • Haken
  • oder auch Taschen,

die sich an der Rückseite der Tür befestigen lassen. Diese Lösung bietet sich für nahezu jeden Raum und jeden Zweck an. Während im Badezimmer Handtücher, Bademantel und Waschutensilien hinter der Tür aufbewahrt werden können, bietet die Türlösung im Wohnbereich Platz für Küchenutensilien, Bücher oder gar Schuhe. Der Vorteil ist, dass ein zusätzliches Regal im Raum aufgestellt und für weitere Gegenstände genutzt werden kann, ohne dass sich die nutzbare Grundfläche spürbar verkleinert.

Zwischenräume und kleine Nischen bieten sich ebenfalls an, um sie mit Regalbrettern oder Haken auszustatten. Im Video finden Interessierte ein entsprechendes Tutorial am Beispiel einer Küche.

Wandfarben und Accessoires für optische Weite

Nebst der passenden Möblierung und cleveren Stauraum-Tricks ist auch die grundsätzliche Gestaltung kleiner Wohnungen entscheidend für den Gesamteindruck. Die Auswahl der Wandfarben und auch des Bodenbelages hat einen maßgeblichen Einfluss auf die optische Größe des Raumes. So sollten allzu dunkle Laminat-, Parkett- oder auch Teppichmodelle nicht für kleine Räume genutzt werden, da sie für eine optische Verkleinerung sorgen. Besser geeignet sind helle Bodenbeläge, die das Licht reflektieren und somit für mehr Helligkeit und Weite im Raum sorgen.

danielam (CC0-Lizenz)/ pixabay.com © danielam (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Helle Farben sorgen für optische Weite und eine freundliche Wohnatmosphäre.

Ähnlich verhält es sich mit Wandfarben in kleinen Wohnungen. Hier helfen helle Töne wie Gelb, Creme, Hellblau oder Grau dabei, den Raum etwas weitläufiger wirken zu lassen. Wer zusätzlich für optische Höhe sorgen möchte, legt die Wände kurzerhand mit einem senkrechten Streifenmuster an, da dies für eine Streckung des Raumes in die Höhe sorgt. Es lohnt sich jedoch, auch ein Streifenmuster auf maximal zwei Wände zu beschränken, da sonst eine allzu überladene Atmosphäre entsteht. Auch ein großer Spiegel, an einer Wand aufgestellt oder auch aufgehängt, hilft bei der optischen Vergrößerung eines Raumes. Er sollte nach Möglichkeit so ausgerichtet werden, dass er eine helle Fläche reflektiert. Auf ein großes, dunkles Möbelstück gerichtet, kann der Spiegel seine vergrößernde Wirkung nicht vollends entfalten.

Licht im Allgemeinen spielt in einer kleinen Wohnung eine wichtige Rolle. So kann ein intelligentes Beleuchtungskonzept auch aus Zimmern mit kleiner Grundfläche das Meiste herausholen. Strömt zusätzlich ausreichend Tageslicht durch die Fenster in den Raum, erhält die Wohnung ein helles und freundliches Gesicht. Dies sollte vor allem bei der Gestaltung der Fenster bedacht werden. Vorhänge machen einen Raum zwar gemütlich, lassen das Fenster aber leider kleiner wirken und verhindern oft einen uneingeschränkten Lichteinfall. (Quelle: http://www.weekend.at/lifestyle/die-5-besten-tipps-kleine-raeume-optisch-zu-vergroessern/1.879.361) Besser für kleine Wohnungen eignen sich daher Plissées oder auch Rollos in heller Grundfarbe, die sich individuell verstellen lassen.


Autor:

Datum: 10.05.2016

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Wohnstile

Früher waren sie klobig und auf ihre Zweckmäßigkeit reduziert, heute sind Ökomöbel Designstücke mit besonders hohen Umweltstandards. Wir wissen, was Sie beim Kauf beachten müssen und weshalb sich die Investition lohnt.

Farben gibt es viele – noch mehr, wenn sämtliche Mischtöne dazugezählt werden. Um da einen Überblick zu behalten, helfen uns Farbpaletten. Wir erklären das System hinter Pantone, RAL oder HKS.

Sechsecke, wohin das Auge blickt. Vom Teppich über die Tapete bis zum Zierkissenbezug – momentan kommt nichts und niemand um den Hexagontrend herum. Und wir lieben ihn auch.

Metallmöbel passen nicht nur in den Industrial Chic oder reduzierte Stadtlofts, in der richtigen Kombination und Gestalt finden sie auch in gediegeneren Wohnstilen ihren Platz.

Wie wohnen wir im Jahr 2025? Die Lebensformen ändern sich, die Einrichtungswünsche ebenfalls. Was eine aktuelle Studie zum Wohnen der Zukunft herausgefunden hat.

Was taugen die besten Möbel, wenn darin chaotische Zustände herrschen? Für eine schöne Optik und gute Nutzbarkeit sollten die Innenräume von Regalen, Schränken und Kommoden sinnvoll strukturiert und eingeteilt werden. Am besten mit Hilfe von Schachteln, Körben und ähnlichem.

Feng Shui ist eine eigene Wissenschaft und es ist ganz klar, dass Sie nicht innerhalb weniger Minuten zum Profi werden können. Doch es gibt ein paar Dinge, die Sie ohne großen Aufwand umsetzen können, um Ihr Heim nach den Regeln des Feng Shui zu gestalten.

Fremde Länder, exotische Düfte – Abenteuer pur. Mit dem Kolonialstil verbinden wir die Entdeckung der weiten Welt. Doch auch wer sich keine Farm in Südafrika leisten möchte, kann sich Kilimandscharo-Feeling ins Wohnzimmer holen.