Architektur

  • Kostengünstige Leichtbauweise, geringer Materialeinsatz, maximal recyclingfähig – und sehr schnell auf-, um- oder abgebaut: Architekt Werner Sobek stellte gestern in der Blauen Lagune sein „aktivhaus“ vor. Erich Benischek, „Hausherr“ des Ausstellungsparks, der in die Entwicklung eingebunden war, sprach vor Journalisten von einem Meilenstein der Modultechnik, der das Thema Housing nachhaltig beeinflussen dürfte. Interessierte können ab sofort das Modell 702 vor Ort besichtigen.

  • Umbau am Alsergrund: Für Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou ist das Areal rund um den Kaiser Franz Josef-Bahnhof das aktuell „spannendste Entwicklungsgebiet der Stadt“. Vor Journalisten wurde nun der strategische Entwicklungsrahmen für das dort bis 2025 neu entstehende „Althan Quartier“ ausgerollt. Geplant ist ein Aufbrechen der Kubatur beim Julius-Tandler-Platz. Gemeinsam mit der Bevölkerung soll laut Leitbild ein Mischgebiet aus Wohn-, Verkehr- und Geschäftsflächen mit viel Grünraum – inklusive dem ersten wirklichen Hochpark der City – entstehen. Die Planung tritt in die heiße Phase.

  • Der Preis für nachhaltige Alpenarchitektur ist in seiner vierten Runde. Insgesamt haben es 30 Projekte auf die Shortlist geschafft, darunter auch eine bunte Auswahl aus Österreich. Die Sieger werden im Oktober in Bern prämiert. Das Preisgeld ist mit 50.000 Euro dotiert.

  • Premiere: Zum zehnjährigen Firmenjubiläum launcht die zur w&p Baustoffgruppe zählende Kema erstmals den „Kemastar Award“. Ziel sei es, die fachgerechte und hochwertige Verarbeitung von Kema-Produkten zu fördern, wie es dazu aus dem Unternehmen heißt. Bewerben können sich sowohl Planer als auch ausführenden Betriebe – bis einschließlich 31. März 2017.

  • Das Zukunftsinstitut hat die nächste Trendstudie publiziert, diesmal zum Mega-Thema Wohnen. Oona Horx-Strathern, Christiane Varga und Matthias Horx werfen in „50 Insights: Die Zukunft des Wohnens“ Fragen auf, blicken hinter Einstellungen und wagen einen Blick hinter die vier Wände von morgen. Was wir schon immer wissen wollten, uns aber nicht zu fragen wagten.

Das Architekturzentrum Wien meldet das Ableben von Architektin Traude Windbrechtinger-Ketterer. Sie habe, so der Nachruf, zu den wenigen weiblichen Protagonistinnen gehört, die mit ihren Bauten die Nachkriegsmoderne nachhaltig mitprägen konnten.

Der Österreichische Biomasse-Verband zeigt im frisch publizierten Energie-Atlas auf, wie die Bundesländer in Sachen Energiewende ticken. Wien führt mit dem geringsten Energieverbrauch und dem geringsten CO2-Austoß pro Kopf. Weniger grün in der Hauptstadt: die Abhängigkeit von fossilen Energien und Energieimporten. Der Anteil erneuerbaren Energien dümpelt im Österreich-Vergleich weiter dahin.

Wettbewerbe

Mit Kupfer auf die Goldspur: Alle zwei Jahre zeichnet ein Expertengremium aus Architekten und Designer architektonische Schmankerl aus, die durch Kupfer oder seine Legierungen erst so richtig an Farbe und Identität gewinnen. Ab sofort können sich interessierte Architekten um den „European Copper in Architecture Award 2017“ bewerben.

Gesucht – gefunden – und gefeiert: Die Interessenplattform für den Holz- und Leichtbau hat im heurigen Jahr Lösungen für bedarfsgerechtes Wohnen in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen prämiert. Von einer Expertenjury bewertet, wurden die besten Projekte am 10. November in der Eventlocation ThirtyFive in den Vienna Twin Towers ausgezeichnet. Im Branchenscheinwerfer: drei Hauptpreisträger und ein Anerkennungspreis.

Am 10. November wurde das Team von pool Architektur im Wiener Justizpalast aufs Siegerpodest gehoben. Den mit 10.000 Euro dotierten Aluminium-Architektur-Preis 2016 der Gemeinschaftsmarke Alu-Fenster konnte pool Architektur mit dem Projekt „Wohn- und Bürohaus Hernalser“ heimholen.

Portraits

Der französische Architekt Dominique Perrault arbeitet auf internationalem Parkett. Erst im Februar wurde sein DC Tower in Wien Donaustadt eröffnet. Vor allem die Verbindung zwischen Bauwerk und Umgebung ist ihm ein Anliegen.

Vom Leben am finanziellen Limit in die Königsklasse - BUSarchitektur hat mit dem Campus WU den großen Coup gelandet. Trotz beachtlicher Aufmerksamkeit bleibt das Kollektiv bescheiden. Ein Porträt.

Design

Wellnessoase, Wohlfühltempel und Treffpunkt - das alles ist ein modernes Bad. Dabei stehen Qualität und Individualität im Vordergrund. Holter ist idealer Partner wenn es um die Realisierung von Traumbädern geht.

Screens, Raffstore, Fenster und ihre Steuerungen erfüllen heutzutage noch weit mehr Funktionen als die bloße Beschattung von Gebäuden. Somfy ist Ihr starker Partner zur Automatisierung vom Familienhaus über Bürogebäude, Schulen bis hin zum Krankenhauskomplex.

Ein wesentlicher Bestandteil der architektonischen und gestalterischen Konzeption eines Gebäudes sind die Fenster. Dabei bieten konstruktiv aufwändige Holz-Alu-Ausführungen nicht nur als Designelement viele Vorteile für gehobene Ansprüche.

Projekte

Für Reich und Schön ist er einer der angesagten Türöffner ins bizarre wie opulente Wohnvergnügen: Jetzt hat Bauherr und Immobilienzambo Bruce Makowsky in Sachen größer, teurer und noch extravaganter einmal mehr eins draufgelegt. Für alle Big Player, die es nach Bel Air zieht, hat er ein nagelneues schlüsselfertiges Luxus-Anwesen in der kalifornischen Stadtlandschaft – mit Aussicht auf die Skyline der Megalopolis von Los Angeles – im Angebot. Der kolportierte Kaufpreis – 250 Millionen Dollar – ist nichts für Mann oder Frau mit schlanker Brieftasche.

Fassadenkunst einmal anders. Passanten in Unter St. Veit ist es sicher schon ins Auge gefallen, und auch Pendler auf der Wiener Westausfahrt können sie nicht übersehen: Seit Mitte Oktober prangt an der Adresse Hietzinger Kai 131 – ein Wohnhaus der Buwog und gleichzeitig deren Firmensitz – eine Installation in XXL von Anna Zwingl. Die Künstlerin hat es im Rahmen eines Wettbewerbs als eine von vieren auf die Hauswand geschafft.

„Floating Homes” faszinieren. Immer mehr solche Wohnträume werden auch in Österreich Realität. Das Wohnen am Wasser und die Möglichkeiten bzw. Voraussetzungen für die Umsetzung waren das Thema des vierten Blaue Lagune Dialogs, der im September 2016 statt fand.